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Sport Tennis
07/03/2021

Heute vor 20 Jahren: Als Federer Tennis-Legende Sampras ablöste

Am 3. Juli 2001 zerstörte der Teenager Roger Federer den Sampras-Traum vom achten Wimbledon-Titel.

von Harald Ottawa

Manche Dinge geraten in Vergessenheit. Manche Dinge werden heute nicht gebührend gewertet. Dieser Tag, der 3. Juli 2001, ging vielleicht nicht in die Geschichte ein. Aber in der Nachbetrachtung erlangt er einen wertvollen Status in der Sportgeschichte.

In dieser Zeit schickte sich ein 19-Jähriger an, die Tenniswelt zu erobern. Sein Name: Roger Federer. Heute vor 20 Jahren zerstörte er den Traum des damals Größten der Vorgänger-Generation namens Pete Sampras, Wimbledon ein achtes Mal zu gewinnen. Der Schweizer siegte im Achtelfinale in fünf dramatischen Sätzen. 

Die Wachablöse? Zumindest auf lange Sicht. Denn ausgerechnet Federer löste den US-Star 2017 mit dem achten Triumph auf dem Heiligen Rasen als Rekordhalter ab. „Ich habe mir schon Chancen ausgerechnet, aber träumen hätte ich mir den Sieg nicht lassen“, sagte der Teenager Federer unmittelbar nach dem Match, das Sampras erst die fünfte Niederlage überhaupt in Wimbledon bescherte. „Ich bin sehr enttäuscht, die Zeit vergeht eben“, sagte der damals 29-jährige Sampras.

Premiere 2003

Die große Übergabe erfolgte vielleicht noch nicht in diesem Jahr. Denn Pete Sampras gewann im Jahr darauf – für viele etwas überraschend – sein allerletztes Grand-Slam-Turnier. Aber danach kam schon die Zeit von Roger Federer, der 2003 bis 2007 im All England Lawn Tennis and Croquet Club erfolgreich blieb. Erst Rafael Nadal stoppte die unverschämte Siegesserie. Das Turnier 2001 in Wimbledon endete übrigens auch mit einem Sieg eines sentimentalen Favoriten: Goran Ivanisevic gelang es am Ende seiner Karriere, doch noch ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.

Mister Cameron Norrie war damals fünf Jahre alt. Der Brite wird sich wohl nicht an das Turnier 2001 erinnern können, wohl aber wissen, wer ihm am Samstag in der 3. Runde gegenübersteht. Roger Federer zeigte sich in der 2. Runde wieder enorm verbessert und putzte mit dem Franzosen Richard Gasquet (35) auch nicht gerade einen Jungspund.

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