© Kurier/Kristian Bissuti

Sport Tennis
03/26/2021

Innsbruck auf den Spuren legendärer Daviscup-Duelle

Tirol wird zum Schauplatz des Finales. Gelegenheit, einen Blick auf glorreiche Kämpfe in Österreich zu werfen.

von Harald Ottawa

Alexander Antonitsch, Österreichs Daviscup-Musketier aus vergangenen Tagen, bringt es auf den Punkt: "Wir haben endlich wieder richtige Daviscup-Stimmung in Österreich.“

Denn Österreichs Tennisverband (ÖTV) und Daviscup-Veranstalter Herwig Straka bekamen den Zuschlag: Innsbruck wird Austragungsort des Daviscup-Finales. Damit setzte man sich gegen Mitbewerber London durch.

Zwei Gruppen werden in Tirol ausgetragen. Allein mit der Österreich-Gruppe mit Novak Djokovic, Dominic Thiem und Alexander Zverev ist Großes gewährleistet.

Nachdem es in der Weltgruppe generell keine Heim- und Auswärtsspiele mehr gibt, wecken diese Aussichten Erinnerungen an große Daviscup-Kämpfe:

  • September 1990: Österreich – USA 2:3

In Österreich die Mutter aller Daviscup-Schlachten mit einem großen Helden: Bei den Siegen von Thomas Muster gegen Andre Agassi und Michael Chang waren 17.000 Fans im Praterstadion euphorisch. Der Steirer erledigte seine Pflicht, brachte die Mannschaft von Kapitän Filip Krajcik 1:0 in Führung und sorgte für den 2:2-Ausgleich. Als Horst Skoff im abschließenden Einzel 2:0 in Sätzen gegen Chang führte, war das Daviscup-Finale so nah, ehe der Paris-Sieger 1989 noch siegte. Soweit wie ins Semifinale hat es Österreich bis dato nicht mehr gebracht. Zuvor waren schon Spanien und Italien besiegt worden.

  • März 1994: Österreich – Deutschland 2:3

Wieder war Thomas Muster in diesem Prestigeduell nahe Graz mit Siegen über Michael Stich und Marc-Kevin Göllner der Held, Skoff verlor hingegen gegen beide. War Skoff damals der Buhmann? „Ohne ihn wären wir nie so weit gekommen, hätte es den Boom nicht gegeben“, erinnert sich Antonitsch.

  • April 1989: Österreich – Schweden 2:3

Tatsächlich schrieb Horst Skoff seine eigenen Sternstunden. Der Kärntner führte nach dem Ausfall von Muster (Kreuzbandriss eine Woche zuvor nach einem Unfall in Miami) Österreichs Team an und schrieb Geschichte. Der damals 20-Jährige schlug mit Mats Wilander den überragenden Mann der Vorsaison in 6:04-Stunden im Wiener Dusika-Stadion 6:7, 7:6, 1:6, 6:4 und 9:7 für Skoff. Letztlich war Stefan Edberg in Österreichs erstem Viertelfinale mit drei Punkten zu stark.

  • Februar 2012: Österreich – Russland 3:2

Der Fanansturm in Wiener Neustadt war mit den großen Muster-Zeiten nicht vergleichbar. Aber wie sich Jürgen Melzer seine zwei Einzelpunkte holte und damit Österreich ins erste Weltgruppen-Viertelfinale seit 1995 brachte, war phänomenal.

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