© USA TODAY Sports/Geoff Burke

Sport Tennis
09/06/2021

Alexander Zverev: Die Wandlung eines „Goldjungen“

Der Olympiasieg veränderte den besten Deutschen. Am Montag ist bei den US Open Youngster Sinner sein Gegner.

von Harald Ottawa

Während man als Österreicher bei den US Open vergebens nach Landsleuten in den Einzelbewerben sucht, dürfen sich die Deutschen über das beste Ergebnis bei den Herren seit 24 Jahren freuen. Peter Gojowczyk (der verlor in der Nacht auf heute gegen Spaniens Jungstar Carlos Alcaraz) hatte vorgelegt, in der Nacht auf Sonntag zogen Alexander Zverev und Oscar Otte ins Achtelfinale nach.

Vor allem von Zverev wird viel erwartet. Der 24-Jährige tritt mit 14 Siegen in Folge im Achtelfinale am Montag gegen Italiens Youngster Jannik Sinner an. Zverev profitierte in Runde drei von einer Aufgabe seines US-Gegners Jack Sock, führte aber mit 3:6, 6:3, 6:2, 2:1.

Der beste Deutsche hat in den vergangenen Wochen eine vorteilhafte, deutlich erkennbare Wandlung hinter sich gebracht. Der Olympiasieg macht in doppelter Hinsicht einen „neuen“ Zverev aus. „Er hat heuer schon Partien knapp verloren, oder mit einer Führung im Rücken wie gegen Stefanos Tsitsipas oder Novak Djokovic. Er wusste, er muss die Sachen anders angehen“, sagt sein Trainer und Bruder Mischa Zverev. Auch gegen Österreichs Ass Dominic Thiem im Vorjahresfinale verspielte der Bruder eine passable Führung.

Alles ist möglich

Seit dem Goldfang in Tokio hat auch Zverev gesehen, was alles möglich ist. „Weil er wusste, er spielt nicht nur für sich, sondern auch für sein Land“, sagt Mischa Zverev.

Und das tat er in Cincinnati und tut es auch in New York, wo er im Training zumeist das deutsche Outfit von Olympia trägt. Mittlerweile ist er auch in der Heimat ein Held. Das war nicht immer so. Sein oft flegelhaftes Benehmen sahen seine Landsleute nicht gerne, auch nicht, dass er auf dem Court mit Vater Alexander sen., ebenfalls auch sein Trainer, Russisch spricht, schraubte seine Beliebtheitswerte nicht wirklich nach oben. Zverev ist erwachsen geworden. Auch, weil er im März erstmals Vater wurde. "Da ist irgendwas psychologisch passiert", sagt auch Eurosport-Experte Boris Becker.

Die Lust auf seinen Beruf wurde größer. „Die Partie gegen Sinner wird extrem unterhaltsam“, prophezeit der Ranglisten-Vierte.

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