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Sport
08/25/2019

Was Sie alles über Dominic Thiem wissen sollten

Vor dem Start der US Open noch ein paar Eckdaten über den österreichischen Tennis-Ausnahmekönner.

von Harald Ottawa

Dominic Thiem, Österreichs Alleinunterhalter. Selten trifft dies so genau zu wie bei den am Montag beginnenden US Open. Dort ist der Ranglisten-Vierte Österreichs einziger Vertreter in den Einzelbewerben.

Der 25-Jährige wird am Dienstag gleich am Centrecourt Arthur Ashe einsteigen, Gegner ist der Italiener Thomas Fabbiano, die Nummer 87 der Welt (ca. 19 Uhr MESZ). Ganz fit ist Thiem noch nicht, aber auch im Vorjahr hatte er sich einen Virus eingefangen. Danach spielte er groß auf und hätte um ein Haar im Viertelfinale Rafael Nadal besiegt. Vor dem Start noch ein paar Eckdaten über den Ausnahmekönner.

Preisgeld: Dominic Thiem hat in seiner Karriere bislang 18.530.662 Dollar verdient (16,74 Mio. Euro). Heuer streifte er bislang 4.248.986 Dollar.

Stärken: Der Aufschlag und die Vorhand sind die Schläge, mit denen er die Matches gewinnt. Thiem ist zudem extrem  ausdauerstark.  

Schwächen: Mittlerweile ist Thiem vielseitiger, auch der Return ist verbessert. Anfällig ist er, wie jetzt, auf Erkrankungen.

Zauber: Dominic Thiems sehenswertester Schlag ist die Rückhand. Sein Ex-Trainer Günter Bresnik ließ ihn diese auf eine einhändige umstellen, als er zwölf war. 

Verletzungen: Dominic Thiem blieb von schweren Verletzungen verschont. Im Vorjahr pausierte er mehrere Wochen wegen eines Knochenmarksödems im Knöchel.  

Team Thiem: Der Chilene Nicolas Massu (39) folgte auf Günter Bresnik als Trainer, dazu kommt Physio Alex Stober und Fitnesscoach Duglas Cordero. Manager ist Herwig  Straka. 

National-Thiem: Thiem war sechs Mal im Daviscup-Team, im Einzel gewann er acht von elf Partien.

Statistisches: Dominic Thiem hat heuer 177 Asse geschlagen, ist damit die Nummer 51. Die Nummer 34 bei den gewonnenen Punkten mit dem ersten Aufschlag, die Nummer 6 bei den Punkten mit dem zweiten Service.  

Allrounder: Thiem gewann als einziger Österreicher ATP-Turniere im Einzel auf allen Belägen (Sand, Hartplatz, Rasen).  

Junioren: Thiem war die Nummer 2 der Welt im Jugend-Ranking, gewann 2011 die Orange Bowl und stand im French-Open-Finale 2011.  

Ausbildung: Thiem ging in Lichtenwörth in die Volksschule, danach vier Jahre ins Gymnasium Katzelsdorf und zwei Jahre Jahre ins Gymnasium Liese Prokopp in der Südstadt.  

Grand-Slam-Bilanz: Sein Top-Turnier sind die French Open. Dort stand er 2016 und 2017 im Semifinale, 2018 und 2019 unterlag er im Finale jeweils Rafael Nadal.  Bei den US Open kam er im Vorjahr ins Viertelfinale. Bei den Australian Open und in Wimbledon stehen Achtelfinali zu Buche. 

Titel: Der größte seiner 14 Turniersiege gelang heuer in Indian Wells. Es war sein erster Triumph bei einem ATP-1000-Event. Der emotionalste Sieg war heuer in Kitz’, wo er den „Heimsieg“ holte.   

Lieblingsorte: Thiem liebt New York und privat die deutsche Insel Sylt.   

Lieblingsspeise und Getränk: Curry-Wok und Spaghetti von den Omas, sowie Red-Bull-Cola.

Sponsoren: Thiem setzt auf Bank Austria, Adidas, Kia, Babolat, Rolex und Red Bull. Was den Brutto-Medienwert betrifft, war im Februar Thiem mit 3,8 Millionen Euro hinter Ski-Star Marcel Hirscher (10,4 Mio.) Nummer zwei. 

Film: ServusTV begleitete Thiem sechs Monate bis zu den French Open. Herausgekommen ist die sehenswerte Doku „Der Thiem-Spirit“. Dazu kommt Bresniks Buch „Die Dominic-Thiem-Methode“.  

Fußball: Seine große Leidenschaft neben dem Tennis. Thiem ist Fan des englischen Topklubs Chelsea und hat selbst ein Team, den TFC Matzendorf. 

Familie: Vater Wolfgang und Mutter Karin (beide 47) sind Tennislehrer. Wolfgang Thiem leitet mit Günter Bresnik das Leistungszentrum in der Südstadt. Bruder Moritz (19) spielt ebenso.    

Liebe: Thiem ist mit der französischen Weltklassespielerin Kristina Mladenovic (26) liiert.