Fairer Verlierer: Jürgen Melzer (re.) gratuliert Jo-Wilfried Tsonga artig.

© REUTERS/STEFAN WERMUTH

Tennis
06/24/2014

Tag der Kurzarbeit für Melzer in Wimbledon

Dem 33-Jährigen bleibt bei der Fortsetzung des Krimis gegen Jo-Wilfried Tsonga kein Punktgewinn vergönnt.

Die Mitfavoriten Roger Federer, Rafael Nadal und Maria Scharapowa haben sich nach ihrem jeweils frühen Ausscheiden 2013 zum Wimbledon-Auftakt keine Blöße gegeben. Für die Österreicher war am zweiten Tag hingegen nichts zu holen. Jürgen Melzer verlor das "Finale" seiner am Vortag abgebrochen Partie rasch, am Abend schied nach Kampf auch Tamira Paszek aus.

Paszek schaffte es trotz großen Einsatzes und einer sehenswerten Aufholjagd nicht in die zweite Wimbledon-Runde. Die Österreicherin unterlag der als Nummer 24 gesetzten Belgierin Kirsten Flipkens am Dienstag nach über zwei Stunden mit 4:6,7:6(3),2:6, nachdem sie bei 4:6,2:5 bereits zwei Matchbälle abgewehrt hatte. Über den Tiebreak erzwang die Vorarlbergerin aber noch einen dritten Satz.

Dort musste die Vorarlbergerin gleich am Beginn lange an Knöchel und Knie behandelt werden. Danach war sie nach zwei Aufschlagverlusten rasch mit 0:3, 1:4 und 2:5 im Rückstand. Auch dieses Mal wehrte sie bei diesem Stand zunächst weitere Matchbälle ab und fand sogar erneut Breakbälle vor. Bei bereits heftigem Wind schaffte die Österreicherin die Wende diesmal aber nicht mehr, Flipkens machte mit dem insgesamt sechsten Matchball den Sack zu. Inklusive der langen Behandlung von Paszek dauerte die Partie 2:14 Stunden.

Zu Null

Schon kurz nach Mittag hatte Melzer das am Vortag bei 4:5 im fünften Satz gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga abgebrochene Match 1:6,6:3,6:3,2:6,4:6 verloren. Bei der gerade mal zwei Minuten dauernden Fortsetzung wurde nur ein Game gespielt, in dem Tsonga seinen Aufschlag zu Null durchbrachte.

"Das ist echt schade, denn spielerisch war das eigentlich so, wie ich mir das vorgestellt habe", trauerte Melzer seiner gerissen Wimbledon-Serie von gewonnenen Auftaktspielen nach. Melzer hatte am Vortag bis in die Nacht hinein mit großen Magen-Darm-Problemen zu kämpfen gehabt. In der Weltrangliste wird der Niederösterreicher damit wohl hinter Dominic Thiem zurückfallen. Frustrierend sei aber weniger der kurze Auftritt gewesen, sagte Melzer. "Frustrierend ist, dass man verliert. Ob du jetzt vier Punkte spielst oder ein ganzes Match, der Frust ist gleich."

Nachdem auch Thiem und Patricia Mayr-Achleitner schon am Montag ihre Erstrundenspiele verloren hatten, sind damit im Einzel von sechs Österreichern in Runde zwei nur noch zwei im Rennen. Yvonne Meusburger trifft am Mittwoch im ersten Match auf Court 2 auf die als Nummer zwei gesetzte Chinesin Li Na, Andreas Haider-Maurer auf Platz 12 im dritten Match auf den Kroaten Marin Cilic. Beide sind Außenseiter.

Favoritensiege

Von den Favoriten hatte Rafael Nadal noch am meisten zu kämpfen. Nach anfänglichen Problemen rang der Weltranglisten-Erste aus Spanien am Dienstag in seinem Erstrundenmatch den Slowaken Martin Klizan mit 4:6,6:3,6:3,6:3 nieder. In Runde zwei bekommt es Nadal mit Lukas Rosol zu tun und kann sich für seine Zweitrunden-Niederlage gegen den Tschechen vor zwei Jahren revanchieren.

Der siebenfache Champion Federer gewann gegen den Italiener Paolo Lorenzi 6:1,6:1,6:3 und trifft nun auf den Luxemburger Gilles Muller. Der 32-Jährige, der vom früheren schwedischen Spitzenspieler Stefan Edberg betreut wird, hatte in der Vorbereitung auf die diesjährige Auflage des Rasenklassikers den Turniersieg im westfälischen Halle geholt.

Die russische French-Open-Siegerin Maria Scharapowa fertigte die Britin Samantha Murray 6:1,6:0 ab und spielt im Kampf um den Einzug in die dritte Runde gegen die Weltranglisten-85. Timea Bacsinszky aus der Schweiz. Im vergangenen Jahr war das Grand-Slam-Turnier für Scharapowa ebenso wie für Federer schon in der zweiten Runde beendet. Sandplatz-Spezialist Nadal hatte völlig überraschend sogar schon in Runde eins gegen den Belgier Steve Darcis verloren.

Problemlos weiter kam auch Serena Williams. Die fünffache Wimbledon-Siegerin ließ die Enttäuschung von Paris hinter sich und folgte mit einem 6:1,6:2 gegen Anna Tatashwili ihrer Schwester Venus in Runde zwei.

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