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Sport
11/05/2021

Sportpolitik: So lief die Revolution im Spitzensport ab

Mit Gerald Martens und Christian Barkmann gibt es zwei neue Mitglieder in der Spitzensport-Kommission.

von Günther Pavlovics

Wie aufgeheizt die  Stimmung bei den Sport-Fachverbänden ist, zeigte sich am Freitag bei der Wahl für die „Kommission für Leistungs- und Spitzensport“ in der Bundes-Sport GmbH. Vor allem bei den 29 olympischen Sommersportarten brodelt es, spätestens seit ihnen die Bemessung ihrer Basisförderung für die Jahre bis zu den Spielen 2024 verkündet worden war. Viele fühlten sich wie Schulbuben und Bittsteller.

Diesen Frust bekam  Markus Moser zu spüren. Dem Judo-Sportdirektor wird von allen Seiten Kompetenz und Hilfsbereitschaft zugesprochen. Doch die Unzufriedenen wählten Gerald Martens und Christian Barkmann.  Basketball-Präsident Martens geht es um die Erhöhung der Förderungen, was über zehn Jahre nicht passiert ist. Martens: „Wenn zwei Drittel der olympischen Sommersportarten weniger Geld als vor zehn Jahren bekommen, dann weiß ich, dass da was ganz falsch läuft.“

Der Leichtathletikverband hatte den umstrittensten Kandidaten aufgestellt, den Sektionschef des Sportministeriums. Allerdings zog Philipp Trattner noch vor der Wahl seine Kandidatur zurück. Auch die Kandidaten des Bogensportverbandes (Herwig Haunschmid), des Gewichtheberverbandes (Gerhard Peya) und des Schwimmverbandes (Walter Bär) stellten sich nicht der Wahl. Weil Wolfgang Mayrhofer als Kandidat des Segelverbandes in den Beirat gewählt wurde, konnte Christoph Sieber, die letzten vier Jahre Kommissionsmitglied, nicht mehr für die Kommission antreten. Es blieben noch drei. Martens setzte sich im ersten Durchgang durch. Die Wahl zwischen Moser und Barkmann ging hauchdünn an den Präsidenten des Wiener Tennisverbandes.  Der sagt: „Wenn ich Sieger produzieren soll, dann brauche ich die Kohle, um sie auszubilden.“ Deshalb ist er für eine markante Erhöhung der Sockelbeträge.  Es ist kurios, dass Präsidenten zittern müssen, dass andere Athleten aus anderen Sportarten Gold machen, weil sie wissen, dass ihrem Verband das viel Geld kosten wird.

Die Gremien

Martens und Barkmann wurden vom Sommersport  gewählt,  ÖSV-Generalsekretär Scherer vom Wintersport und Christian Gormasz,  stellvertretender Geschäftsführer von Sport Austria, von  den nichtolympischen Sportarten.  Im sechsköpfigen Gremium sitzen als Vertreter des Ministeriums Peter Hiller und Claudia Lösch.

In die Breitensportkommission wurden zwei Frauen gewählt: Miriam Aigner-Köthe vom VAVÖ und Toril Jones von der Union. Michael Maurer und Paul NIttnaus wurden wiedergewählt.Für das Ministerium sind Nicola Staritz und Felix Gottwald in der Kommission..

Zudem wurden auch die Mitglieder des Sportbereits gewählt:  Peter Mennel (ÖOC), Peter Ritter (Special Olympics), Hermann Krist (ASKÖ), Peter McDonald (SPORTUNION), Hans Niessl (Sport Austria), Christian Purrer (ASVÖ), Michael Eschlböck (American Football), Robert Fiegl (Golf), Wolfgang Mayrhofer (Segeln)
und Markus Prock (Rodeln).

Neuer Stellvertreter für Niessl

Sport Austria Generalversammlung

Bei der Generalversammlung von Sport Austria. erfolgte auch der Beschluss von verpflichtenden Good Governance-Verhaltensleitlinien. Sport Austria-Präsident Hans Niessl: „Jahrelang wurde darüber diskutiert, heute wurden die künftigen Leitlinien des organisierten Sports sozusagen auf den Boden gebracht. Was bislang empfohlen wurde, ist nun verpflichtend. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Nun geht es darum, diese Punkte in der Praxis so umzusetzen, dass sie auch von der Basis gelebt werden.“ Der ehemalige burgenlänidsche Landeshauptmann bekamm mit SPORTUNION-Präsident Peter McDonald einen neuen Stellvertreter.



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