Sport
23.05.2017

Sportministerium verlängert das Projekt Olympia

Rund fünf Millionen Euro an Förderungen sollen an insgesamt 150 Sportlerinnen und Sportler vergeben werden.

Das Sportministerium unterstützt weiterhin heimische Spitzensportler auf dem Weg zu Olympischen Spielen. Minister Hans Peter Doskozil präsentierte am Dienstag in Wien das Projekt Olympia, das heuer insgesamt fünf Millionen Euro an rund 150 Aktive vergeben wird. Das Projekt dient der Überbrückung bis zur Umsetzung des neuen Sportfördergesetzes. Peter Schröcksnadel fungiert erneut als Koordinator.

Mit dem neuen Sportfördergesetz sollen alle Unterstützungen aus einer Quelle fließen. Der für April avisierte Beschluss des Ministerrates fehlt noch, doch Minister Doskozil ist zuversichtlich, dass es mit der Umsetzung wie geplant ab 1. Jänner 2018 klappt. "Wir versuchen, das Gesetz noch vor der Sommerpause im Plenum zu beschließen", erklärte der Burgenländer. "Wir sind im Zeitplan, das sollte funktionieren."

Keine Sportler des ÖSV im Förderkader

Um keine Lücke in der Förderung entstehen zu lassen, sei das neue Projekt ins Leben gerufen worden, betonte der Sportminister. Damit wird das "Projekt Rio" prolongiert, erstmals umfasst der Kader auch Wintersportler. Die Verbände Rodeln, Bob/Skeleton (neuer Viererbob eines heimischen Schlittenbauers) und Eisschnelllauf kommen in den Genuss von Unterstützungen für ihre namentlich genannten Topathleten. Auch Aktive der neuen Olympia-Sportarten Klettern und Karate und damit insgesamt 21 Verbände werden unterstützt. Mit dabei sind auch zehn Para-Sportler, unter ihnen die Gewinner der neun Medaillen bei den Paralympics in Rio.

Nicht inkludiert sind Sportler des Skiverbandes. "Nachdem ich diese Funktion übernommen habe, habe ich darauf verzichtet, den ÖSV dazuzunehmen", sagte Schröcksnadel. Der ÖSV-Chef kam der Bitte Doskozils nach, seine mit dem Projekt Rio abgeschlossene Tätigkeit mit einem Team von Experten fortzuführen. Nach dem Beschluss des Gesetzes werden die zwei Geschäftsführer der neuen Bundes Sport G.m.b.H. übernehmen. Diese Posten werden nach Aussage Doskozils erst ausgeschrieben.

Schröcksnadel sieht auch im Sommersport großes Potenzial. "Warum soll Österreich nicht auch im Sommer mehr Medaillen machen?", fragte der Tiroler. Erfolge seien auch schon jetzt da, meinte Schröcksnadel und hob die heurigen Leistungen von Ivona Dadic und Lukas Weißhaidinger (beide Leichtathletik) sowie Kathrin Unterwurzacher (Judo) als Beispiele hervor.