Sport 08.04.2012

Schwede Hanson führt beim US-Golf-Masters

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Der Schwede Peter Hanson hat beim US Masters der Golfer in Augusta mit einer 65er Runde vor dem Finaltag die Führung übernommen.

Mit 207 Schlägen lag der Außenseiter einen "Stroke" vor dem US-Amerikaner Phil Mickelson sowie zwei vor dem Südafrikaner Louis Oosthuizen. Der Nordire Rory McIlroy (217), der US-Amerikaner Tiger Woods (219) und der Engländer Luke Donald (223) liegen aussichtslos zurück.

Auf der Jagd nach dem "Grünen Jacket" und den mit über 1,4 Millionen Dollar (1,071 Mio. Euro) dotierten Siegerscheck wurde das Feld auf der dritten Runde durchgemischt. Das zur Halbzeit vorangelegene US-Führungsduo Fred Couples und Jason Dufner fand sich nach 75er-Runden auf dem 11. Platz wieder, sieben Schläge hinter dem neuen Leader. McIlroy fiel mit gar 77 Schlägen vom dritten Rang weit zurück und Woods spielte mit einer 72 erneut nicht unter Par.

Wie am Vortag machte der Superstar seinem Ärger Luft, er schleuderte seinen Schläger nach einem Fehler beim Abschlag vor Wut auf den Boden. "Ich hatte einige schlechte Schläge und es frustriert, wenn der Ball nicht dorthin geht, wohin man ihn will", entschuldigte der 36-Jährige sein Verhalten. Mit zwölf Schlägen Rückstand durfte Woods kaum noch auf einen absoluten Spitzenplatz hoffen, auf seinen 15. Major-Titel schon gar nicht.

Der südafrikanische Titelverteidiger Charl Schwartzel lag noch drei Schläge weiter hinten, der englische Weltranglisten-Erste Luke Donald mit einem Score von 223 gar nur auf Platz 52. Mickelson hielt die Ehre der absoluten Größen hingegen aufrecht. Der 41-jährige Linkshänder ist der Liebling der mehr als 40.000 Zuschauer des Turniers. Es geht um den schon vierten US-Masters-Triumph von Mickelson nach 2004, 2006 und 2010, womit er mit Woods gleichziehen würde.

Hanson schickte sich an, der erste europäische US-Masters-Sieger seit 1999 zu werden. Damals hatte sich der Spanier Jose Maria Olazabal durchgesetzt. "Das ist eine neue Situation für mich", sagte Hanson nach Übernahme der Spitze. "Ich bin zwar schon ein paar Mal vorne gelegen, aber niemals bei so einem Turnier." Von der für ihn speziellen Situation wollte sich der Skandinavier jedoch nicht verrückt machen lassen. "Ich werde alles so wie immer machen. Meine Frau und die beiden Kinder sind auch hier."

Erstellt am 08.04.2012