„Prestissimo“: Österreichs neuer Star will beim Wien-Marathon den Ton angeben
Österreichs Elite beim Wien-Marathon: Gruen und Vojta (re.).
Wo Aaron Gruen draufsteht, ist ein bisschen mehr drin als der österreichische Marathon-Rekord. Der 27-Jährige liebt und lebt die Vielfältigkeit im Leben. Schloss an Elite-Universitäten ein Musik- und Chemie-Studium ab, um seit dem Vorjahr an der Harvard University Medizin zu studieren.
Obendrein frönt der Star des 43. Vienna City Marathon am Sonntag der Musik, so packt er auch am Tag davor in einem Orchester Cello aus.
„Bevor ich dumm auf der Couch liege...“, sagt Gruen, der im Vorjahr nahe New York in 2:09,53 die rot-weiß-rote Bestmarke markierte. Nach Wien brachte ihn freilich der Laufsport, nicht das Musizieren. Natürlich will er den Rekord brechen, die Form stimmt, und nimmt man Begriffe aus der Musik, soll sich der Marathon im Idealfall „andante (langsames Tempo) anfühlen, aber prestissimo (schnell) sein“. Geht es nach ihm, soll es Zweiteres werden. „Mein Training lief so gut wie nie zuvor, auch die Vorbereitungsrennen fühlten sich sehr gut an.“
Traumlauf 2019
Die österreichische Bestzeit ist in Wien freilich möglich, auch wenn Lemawork Ketema 2019 einen Traumlauf auf den Asphalt zauberte. Der 39-Jährige ist auch am Start, wird aber am Sonntag nur halbe Sachen machen. Den Halbmarathon will er „unter 1:05-Stunden laufen“.
„Bestzeit muss fallen“
Andreas Vojta, einer der verlässlichsten Österreicher bei Großereignissen und auch bei Marathons, nimmt sich eine Zeit von unter 2:14-Stunden vor. „Das Ziel ist klar, meine eigene Bestzeit muss fallen.“ Der 37-Jährige will sich auch so schnell wie möglich für die Europameisterschaft qualifizieren.
Lesen Sie im Sonntag-KURIER, was Star Aaron Gruen zu sagen hat.
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