Hauptdarsteller Sebastian Prödl

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Fußball
12/26/2016

Premier League: Prödl erinnerte an Pfeffer

Mit einem Rückpass verursachte der Steirer einen Elfmeter, holte aber auch einen für sein Team heraus.

Es war die WM 1990 in Italien, als Toni Pfeffer im zweiten Gruppenspiel gegen die ČSFR mit einem zu kurz geratenen Rückpass auf Torhüter Klaus Lindenberger einen Elfmeter verursachte und so die 0:1-Niederlage einleitete.

Sebastian Prödl machte es Pfeffer am gestrigen "Boxing Day" in der Premier League gegen Crystal Palace nach. Ein Rückpass, lässig mit dem Außenrist, viel zu kurz geraten, ein heraneilender Stürmer, ein Foul von Watford-Goalie Gomes – und schon war es passiert. Glück für Prödl: Der Torhüter konnte den Penalty parieren, das drohende 0:2 verhindern und seinem österreichischen Kollegen somit die Chance geben, seinen Fehler wieder gut zu machen.

Prödl nützte sie. Nach 70 Minuten ging er bei einem hohen Ball in den gegnerischen Strafraum nach einem Gerangel mit Damien Delaney zu Boden und holte selbst einen Strafstoß für sein Team heraus. Watfords Kapitän Troy Deeney verwandelte zum 1:1-Endstand.

Bei den Gästen aus Süd-London feierte der ehemalige englische Kurzzeit-Teamchef Sam Allardyce damit ein gelungenes Debüt. In den jüngsten zehn Partien hatte es für Crystal Palace acht Niederlagen bei nur einem Remis und einem Sieg gesetzt.

Zuseher Fuchs

Die Talfahrt von Meister Leicester City geht weiter – mit einer 0:2-Heimniederlage gegen den FC Everton. Christian Fuchs fehlte dabei ebenso wegen einer Sperre wie Robert Huth und Jamie Vardy.

Keine Blöße gibt sich indes Leader Chelsea. Die Londoner schlugen den AFC Bournemouth mit 3:0 (1:0) und stellten mit dem zwölften Sieg in Serie einen Vereinsrekord auf. Pedro (24./94. und Hazard (49./Foulelfmeter) erzielten die Tore für Chelsea.

Der FC Arsenal feierte einen Arbeitssieg. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewannen die Nordlondoner durch ein spätes Giroud-Tor mit 1:0 (0:0) gegen West Bromwich Albion, liegt in der Tabelle aber weiter neun Punkte hinter Spitzenreiter FC Chelsea.

Ohne Marko Arnautovic geht es für Stoke City heute (18.15 Uhr, live DAZN) zum FC Liverpool an die Anfield Road. Der Österreicher hatte am 14. Dezember gegen Southampton wegen eines Fouls Rot gesehen und wurde für drei Partien gesperrt. Erst am 3. Jänner gegen Watford darf er wieder spielen.