Sport 05.12.2011

Polit-Karriere von Carl Lewis verzögert sich

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Carl Lewis muss seinen beabsichtigten Einstieg in die Politik vorerst auf Eis legen.

Die Leichtathletik-Ikone, die in den Jahren 1984 bis 1996 neun Mal Olympia-Gold geholt hat, darf laut Gerichtsbeschluss vom Mittwoch für die Senatswahlen in New Jersey nicht kandidieren. Lewis hat die Vorschriften der Niederlassung nicht erfüllt.

Dem 50-jährigen Lewis, der gerne für die Demokraten arbeiten würde, ist die Kandidatur untersagt worden, weil er seine Steuern in Kalifornien bezahlt und dort auch ein Haus und ein Büro besitzt. Lewis wollte keinen Kommentar abgeben, allerdings kündigte sein Anwalt Bill Tambussi bereits Berufung an. "Die Aufenthaltsvorschriften des Staates sind für jeden gültig, auch für Berühmtheiten wie Carl Lewis", sagte Chris Russell, ein Sprecher der republikanischen Partei. Dieser Entscheidung war bereits ein monatelanger Streit vorangegangen.

Lewis ist in New Jersey geboren und aufgewachsen, ehe er in Texas aufs College ging und sich später in Kalifornien niedergelassen hat. Lewis besitzt seit 2005 Häuser in New Jersey, zahlt aber auch Steuern in Kalifornien. Seine eigene Wähler-Registrierung nach New Jersey hatte Lewis erst kurz vor Bekanntgabe seiner Kandidatur im vergangenen April gewechselt. Die Statuten des Staates New Jersey schreiben auch vor, dass der Bewerber vier Jahre lang permanent im Staat leben muss und dies sei nicht der Fall gewesen.

Für "König" Carl scheint der Weg in die Politik weit schwieriger als jener in den Leichtathletik-Stadien der Welt. In seinem Geburtsort Willingboro trainiert er übrigens seit 2007 unentgeltlich Leichtathletik-Nachwuchs.

Erstellt am 05.12.2011