ÖSV-Star Hütter vor Olympiaabfahrt: "Will das Kribbeln spüren"
Cornelia Hütter würde es ja gelassen nehmen. Aber das hat bei den drei vergangenen Olympischen Spielen nie so richtig funktioniert. Sie war nie besser als Siebente. 2014, 2018 und 2022 hatte sie sich bei den Olympischen Rennen stets gesagt „es ist nichts“, das alles sei „ganz normal“, wie ein „normaler Weltcup“.
"Beim vierten Mal versuche ich es anders", sagt Hütter.
„Ich will das schon zulassen, dass es etwas Besonderes ist, vielleicht klappt es ja dann besser“, sagte sie nach den Abfahrtstrainings. „Nervös bin ich ohnehin immer.“
"Um die Medaillen mitreden"
Auch wenn Cornelia Hütter in dieser Saison schon einen Weltcupsieg in der Abfahrt zu Buche stehen hat, lief es für das ÖSV-Abfahrtsteam eher durchwachsen. Die Favoritinnen heute in der Olympia-Abfahrt auf der Tofana (11.30 Uhr/live ORF 1) sind andere. Hütter ortet sie beim US-Team und unter den Deutschen, Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher. „Natürlich hoffen wir, ein Wörtchen um die Medaillen mitreden zu können.“
Nina Ortlieb
16 Jahre Wartepause
Es wäre die erste Abfahrtsmedaille für die ÖSV-Frauen seit Bronze von Elisabeth Görgl in der Abfahrt von Vancouver 2010. Natürlich wolle man diese Wartezeit beenden, so Hütter. „Für das sind wir da. Aber für das sind auch die anderen 40 Starterinnen da.“
Am Ende wolle sie sich nichts vorwerfen, wenn sie im Ziel ist. „Mit dem Kribbeln der Ringe am Start passt das dann.“
Mit Cornelia Hütter am Start stehen ihre ÖSV-Teamkolleginnen Nina Ortlieb, Mirjam Puchner und Ariane Rädler. Rädler startet mit der nummer 2, Hütter mit 11, Puchner mit 14 und Ortlieb mit 18.
„Man muss entschlossen und sauber Ski fahren. Wenn man nicht ganz durchzieht, verliert man viel Zeit“, sagt Ortlieb, Vize-Abfahrtsweltmeisterin von Courchevel/Meribel 2023, deren bestes Saisonergebnis ein 4. Platz war. Für die 29-Jährige, deren Karriere von Verletzungen geprägt war, sind die Spiele in Milano/Cortina die ersten Olympischen Spiele.
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