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Sport
07/05/2021

Olympia-Team: Die Größten und Kleinsten, Ältesten und Jüngsten

Mit 75 Sportlerinnen und Sportlern nominierte das ÖOC die größte Mannschaft seit Sydney 2000.

Am 23. August werden in Tokio die Olympischen Sommerspiele eröffnet. Mit einem Jahr Verspätung wegen der Corona-Pandemie – und sie finden statt, trotz der Corona-Pandemie. „Die Spiele werden einzigartig in einer Art und Weise, wie wir sie hoffentlich nie wieder erleben werden“, sagt Peter Mennel, Generalsekretär des ÖOC.

Die Athleten befinden sich in einer Corona-Blase, werden täglich getestet, dürfen sich nur zwischen olympischem Dorf und Sportstätte bewegen, 48 Stunden nach ihrem letzten Wettkampf müssen sie ihre Unterkunft verlassen. „Das sind unwahrscheinliche Rahmenbedingungen“, sagt Mennel. „Wer sich darauf am besten einstellen kann, der wird erfolgreich sein.“ Hinzu kommt der japanische Sommer mit Temperaturen über 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent.

Im angenehmen Klima von Rio holten 2016 die Segler Thomas Zajac und Tanja Frank die einzige Medaille für Österreich – Bronze. Heuer werden die beiden am 23. Juli als Fahnenträger im Olympiastadion einmarschieren.

39 Sportlerinnen und 36 Sportler werden Österreich vertreten, das sind um drei mehr als der langjährige Schnitt und es ist das größte Team seit Sydney 2000, als Österreich noch eine Damen-Handballmannschaft stellte. „Heuer waren wir bei den Nominierungen etwas kulanter“, sagt Mennel. „Weil die Rahmenbedingungen so schwierig waren.“

Corona-Impfung

90 Prozent der österreichischen Sportler und Betreuer sind geimpft. „Wir wollen nicht, dass eine Infektion einen Teil der Mannschaft ausschaltet“, sagt ÖOC-Präsident Karl Stoss.

Erfahrung

Tischtennisspielerin Liu Jia (39) darf sich über ihre sechste Olympia-Teilnahme freuen. Für Dressur-Reiterin Victoria Max-Theurer sind es die fünften Spiele. Auf der anderen Seite feiern gleich 51 der 75 Sportler ihre Olympia-Premiere.

Neue Sportarten

Österreich ist in 20 der 33 Sportarten (so viele gab es noch nie) vertreten. Gleich vier Österreicher sind Teil der Olympia-Premiere ihrer Sportart: Skateboarderin Julia Brückler, Karateka Bettina Plank und die beiden Sportkletterer Jessica Pilz und Jakob Schubert. Nicht vertreten ist Österreich im Surfen und im Soft- bzw. Baseball.

Alt und jung

Tischtennisspieler Robert Gardos ist zum vierten Mal bei Olympia und tritt mit seinen 42 Jahren im Einzel an. Die 18-jährige Rückenschwimmerin Lena Grabowski startet über 100 und 200 Meter.

Rückkehrer

Erstmals seit 2004 ist Österreich wieder mit einer Dressur-Mannschaft bei Olympia vertreten. „Es ist ein riesen Erfolg, dass wir uns qualifiziert haben“, sagt Victoria Max-Theurer, die bereits 2004 dabei war. Heute führt sie ihr Pferd mit dem Transporter nach Aachen, wo die Tiere sieben Tage in Quarantäne sein werden. Dann werden alle Pferde mit zwei großen Frachtmaschinen nach Tokio geflogen. „Die Reise dauert bis zu 28 Stunden. Ich hoffe, dass alle Pferde fit ankommen.“ Ebenfalls seit 2004 wieder dabei ist Österreich im Bahnradfahren mit Andreas Graf und Andreas Müller.

Die Medaillenchancen

„Alles ab drei Medaillen aufwärts würde mich sehr zufrieden stimmen“, sagt Stoss. „Die Ausbeute von Rio mit einer Bronzemedaille wollen wir aber deutlich überbieten.“ Kletterer Jakob Schubert gehört zu den Favoriten, Schwimmer Felix Auböck holte zuletzt Silber bei der Europameisterschaft in Budapest. Wenn sie einen guten Tag erwischen, ist mit den Judokas Michaela Polleres und Bernadette Graf zu rechnen, dasselbe gilt für Mountainbikerin Laura Stigger. Von den Seglern wird dem 49er-Duo Bildstein/Hussl am meisten zugetraut. Und wenn Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger ein Wurf auskommt, kann nach WM-Bronze auch bei Olympia eine Medaille möglich sein.

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