Sport 18.01.2012

Nadals Knie hält, Federer kampflos weiter

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Australian Open: Der Spanier hat gegen Tommy Haas keine Probleme. Federers Gegner gibt auf. Fish ist draußen.

Das Knie von Rafael Nadal hat gehalten und der Weltranglisten-Zweite ist am von den Temperaturen her angenehmeren Mittwoch mit einem sicheren 6:4,6:3,6:4-Erfolg über Tommy Haas in die dritte Runde der Australian Open eingezogen.

Gar nicht erst auf den Platz musste Roger Federer, der vierfache Triumphator in Melbourne. Der als Nummer drei gesetzte Schweizer profitierte von einer Rückenverletzung des Deutschen Andreas Beck und kam kampflos weiter. Als erster Top-Ten-Spieler bei den Herren ist hingegen überraschend Mardy Fish (USA-8) ausgeschieden, der sich dem Kolumbianer Alejandro Falla in drei Sätzen beugen musste.

Marathon-Match

Isner (hinten, jubelnd) ist der Mann für die ganz langen Matches.
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Nadal war stark bandagiert am lädierten rechten Knie erschienen, das ihm am vergangenen Sonntag noch "unglaubliche Schmerzen" bereitet hatte. Der 33-jährige Haas forderte Nadal nur etwas zu Beginn des dritten Satzes nach einem Break, der Spanier ließ aber dennoch nie Zweifel am Sieg. "Ein positives Match, aber es hat mir nicht zu viel abverlangt. Wir haben nicht viereinhalb, fünf Stunden gespielt", wollte Nadal dies in Sachen Haltbarkeit seines Knies nicht überbewerten.

Ein derartiges Marathon-Match hat einmal mehr der 2,06-m-Riese John Isner bestritten. Der 26-jährige US-Amerikaner, der 2010 in Wimbledon mit einem Sieg über den Franzosen Nicolas Mahut nach 11:05 Stunden weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, rang am Mittwoch den Argentinier David Nalbandian nach 4:41 Stunden nieder. Am Ende leuchtete auf der Tafel ein 4:6,6:3,2:6,7:6(5),10:8 für den Weltranglisten-17. auf.

Für Isners Landsmann Fish kam hingegen das Aus. Der als Nummer 8 gesetzt gewesene 30-Jährige unterlag dem immer wieder für eine Überraschung guten Falla mit 6:7,3:6,6:7.

Melzer-Bezwinger Ivo Karlovic aus Kroatien meisterte auch die zweite Hürde und bezwang den Argentinier Carlos Berlocq mit 7:6(4),3:6,6:3,6:4. Nun bekommt er es allerdings mit Federer zu tun.

Im Schongang

Bei den Damen musste sich die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki mit der Georgierin Anna Tatischwili im zweiten Satz etwas länger mühen als geplant. Die Dänin setzte sich letztlich mit 6:1,7:6 durch und gesellte sich damit zu Titelverteidigerin Kim Clijsters und Li Na in die dritte Runde. Die beiden Vorjahres-Finalistinnen mussten gegen Stephanie Foretz Gacon (FRA) bzw. Olivia Rogowska (AUS) ihr bestes Tennis gar nicht auspacken. Die Belgierin, die nun mit Daniela Hantuchova (SVK-20) weit mehr Gegenwehr erwartet, gab nur im zweiten Satz ein Game ab, die Chinesin je zwei.

Auch bei den Damen scheiterte eine Spielerin aus den ersten zehn Gesetzten, nämlich die als Nummer zehn gesetzt gewesene Francesca Schiavone gegen ihre italienische Landsfrau Romina Oprandi mit 4:6,3:6.

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Erstellt am 18.01.2012