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Sport Motorsport
02/20/2020

Warum die Formel-1-Teams Nachtschichten einlegen müssen

Der Zeitplan bei den Testfahrten in Barcelona ist eng. Gearbeitet wird fast rund um die Uhr.

von Florian Plavec

Am 15. März startet die Formel 1 in Melbourne in die neue Saison. Davor wird getestet, was das Zeug hält, um das Optimum aus den neuen Fahrzeugen herauszuholen.

Tatsächlich?

Nein. Schon seit Jahren sind die Testzeiten streng reglementiert, um Kosten zu sparen. Ab dieser Saison stehen den Teams auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona nur noch sechs Testtage (zwei Mal drei) zur Verfügung statt wie bisher acht (zwei Mal vier).

48 Teststunden

Hört sich noch immer viel an, ist es aber nicht. Beschränkt sind die Testzeiten auf der Strecke auf je vier Stunden am Vormittag und am Nachmittag. Insgesamt kann ein Auto demnach (rein theoretisch natürlich) maximal 48 Stunden auf der Rennstrecke getestet werden.

Und das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass ein Formel-1-Auto aus mehr als 10.000 Teilen besteht. Ein Großteil davon wurde für die neue Saison verbessert, verändert oder ausgetauscht. Jedes einzelne dieser Teile muss getestet werden, um sicherzustellen, dass das gesamte System wie gewünscht funktioniert. Gleichzeitig versuchen die Teams natürlich, das Maximum aus dem neuen Paket herauszuholen.

Deshalb gehen die Lichter an der Rennstrecke während der Testtage nie aus, ständig gibt es etwas zu tun. Alle Teams arbeiten mit einer speziellen Nachtschicht-Crew, um das Maximum aus der begrenzten Zeit herauszuholen.

Weiter optimiert wurde auch die Arbeit in den Fabriken, wie etwa das Mercedes-Team in einer Aussendung schrieb: "Damit beim Barcelona-Test alles so reibungslos wie möglich abläuft, hängte sich das Team in Brixworth und Brackley besonders rein, damit jedes einzelne System des Fahrzeugs bestmöglich getestet werden konnte, um so viele Zuverlässigkeitsrisiken wie möglich auszuschließen."