© REUTERS/ANDREW BOYERS

Sport Motorsport
08/14/2020

Vor Spanien-GP: Wie die Formel 1 die Corona-Maßnahmen umgeht

Der Tross muss nach dem Grand Prix in Spanien am kommenden Sonntag nicht in Quarantäne. Dafür gibt es gute Gründe.

von Florian Plavec

"Vor Reisen nach Festland-Spanien wird gewarnt", steht auf der Webseite des Außenministeriums. Die Sicherheitsstufe wurde auf 5 (von 6) angehoben. Obwohl fast überall Maskenpflicht herrscht, gibt es nirgendwo in Westeuropa so viele Neuinfektionen wie in Spanien.

Der Formel-1-Tross fühlt sich dennoch sicher vor dem Grand Prix in Montmeló bei Barcelona am Sonntag. Und Quarantäne-Vorschriften müssen die Personen in der "Blase" Formel 1 nicht einhalten. Eine solche, sagt Helmut Marko, "würde den Formel-1-Betrieb lahmlegen".

Die Mehrzahl der Teams hat ihren Sitz in England. Da nur zwei Wochen nach dem Rennen der Grand Prix in Belgien angesetzt ist, wären 14 Tage Isolation nicht umsetzbar.

Eine Sondergenehmigung ermöglicht dem Formel-1-Tross (und auch anderen Profisportlern), die Quarantänebestimmungen zu umgehen. Die Entscheidung ist nachvollziehbar. Vor allem aus zweierlei Gründen:

1.) Tatsächlich sind die Beteiligten in ihrer Blase relativ sicher, es gibt kaum Kontakt zur Außenwelt. Und auch innerhalb der Formel 1 sind die Bereiche klar getrennt. "Ich habe weiterhin nur mit ein paar wenigen Menschen direkt zu tun", sagt Lewis Hamilton. "Ich komme am Flughafen an, fahre zu meinem Motorhome an der Strecke. Und dort bleibe ich für vier Tage, so wie zuletzt auch."

2.) Das Testprogramm ist umfangreich wie kaum ein anderes. 25.000 Tests wurden seit dem Auftakt der Saison vor sechs Wochen durchgeführt, drei positive Fälle wurden dadurch entdeckt, einer davon betraf einen Prominenten: Sergio Pérez hatte sich wohl im Heimaturlaub in Mexiko angesteckt und wurde umgehend in Quarantäne gesteckt. Der Pilot von Racing Point infizierte keine weiteren Personen – und wird nach zwei verpassten Rennen in Silverstone am Sonntag wieder im Cockpit setzen. "Bestätigt: Checo Pérez wurde negativ auf Covid-19 getestet", schrieb gestern sein Team. "Die FIA hat bestätigt, dass er ins Fahrerlager zurückkehren darf."

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Fans in Russland

Die strikten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen werden auch beim Grand Prix in Russland gelten. Doch das Rennen in Sotschi soll das erste mit Zuschauern sein. Die Veranstalter rechnen mit 30.000 bis 32.000 Fans. "Die Haupttribünen sollen zur Hälfte besetzt sein", verrät Geschäftsführer Alexej Titow.

Entfallen wird allerdings das Rahmenprogramm. So etwa die übliche Besichtigung der Boxengasse für die Zuschauer oder die Autogrammstunden. "Es wird sicher kein Grand Prix wie sonst."

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