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31.01.2012

Sutil wegen Körperverletzung verurteilt

Der ehemalige Formel-1-Fahrer bekam für seine Champagner-Glas-Attacke 18 Monate auf Bewährung.

Formel-1-Pilot Adrian Sutil ist wegen gefährlicher Körperverletzung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dieses Urteil verkündete Richterin Christiane Thiemann am Dienstagvormittag im Münchner Amtsgericht. Ob Sutils Verteidigung Berufung einlegen wird, war zunächst nicht geklärt.

Der Deutsche hatte bei einem Disco-Streit nach dem Großen Preis von China am 17. April des Vorjahres den Luxemburger Geschäftsmann und Lotus-Renault-Mitinhaber Eric Lux mit einem Champagner-Glas am Hals schwer verletzt. Sutil hatte in dem Prozess beteuert, dass er Lux nicht absichtlich verletzt habe. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und neun Monate auf Bewährung beantragt.

Geldbuße

Zusätzlich zu der Bewährungsstrafe muss Sutil außerdem eine Geldbuße von 200.000 Euro zahlen, die an eine gemeinnützige Einrichtung gehen soll.

Eine außergerichtliche Einigung war zuvor nicht zustande gekommen. Die Staatsanwältin sagte in ihrem Plädoyer, dass Sutil in seinen Aussagen nebulös geblieben sei. Seine Formulierungen hätten einstudiert gewirkt.

Sutil zog nach dem Urteil die Augenbrauen hoch, die Betroffenheit war ihm deutlich anzusehen. "Wenigstens ist es für den Moment erstmal vorbei", sagte der 29-Jährige. Ob er und sein Anwalt gegen das Urteil Berufung binnen der Frist von einer Woche einlegen werden, blieb offen. Solange ist das Urteil auch noch nicht rechtskräftig.

Ausgemustert

Ob Sutil der Formel 1 erhalten bleibt, ist aus mehreren Gründen fraglich. Der Deutsche war nach Ende der vergangenen Saison von seinem Team Force India ausgemustert worden. Für die neue Saison hat er noch keinen Vertrag.

Offen ist auch, ob der Automobil-Weltverband wegen der Strafe Sanktionen gegen den Rennfahrer einleitet.

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