Die Österreicher wünschen sich einen österreichischen Fahrer in der Formel 1.

© APA/HARALD SCHNEIDER

Spielberg
05/20/2014

Österreicher begrüßen Formel 1-Rückkehr

92,4 Prozent glauben, dass der Grand Prix das Ansehen Österreichs in der Welt verbessern werde.

Die Rückkehr der Formel 1 nach Spielberg wird von mehr als drei Vierteln der Österreicher begrüßt. Ebenso viele, nämlich fast 77 Prozent interessieren sich generell für die Rennen der Königsklasse des Motorsports. Lediglich ein Fünftel kann sich nicht mit dem Spektakel anfreunden, so eine repräsentative Befragung von 1.000 Österreichern durch Oekonsult.

Nicht weniger als 92,4 Prozent glauben, dass sich durch das Rennen in der Steiermark das Ansehen Österreichs in der Welt verbessern werde. Dass Spielberg durch das Großereignis zu einem Terrorziel werden könnte, erscheint zwei Dritteln unwahrscheinlich. Ökologische Bedenken gegen Autorennen generell und gegen die Veranstaltung in Spielberg im speziellen werden lediglich von etwa einem Viertel geteilt.

Quoten

Die TV-Sender können sich jedenfalls auf rot-weiß-rote Traumquoten einstellen: Nicht weniger als 55 Prozent planen, so Oekonsult-Chef Joshi Schillhab, sich das Rennen vor dem Patschenkino anzusehen. Einen Wermutstropfen gibt es aber doch für 85 Prozent der Befragten - nämlich dass derzeit kein Österreicher in einem Formel 1-Cockpit sitzt. Mehr als 90 Prozent wünschen sich daher, Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz möge einen heimischen Fahrer aufbauen und an den Start bringen.

Bis dahin wird anderen Stars die Daumen gedrückt: Rot-weiß-roter Liebling ist der aktuell in der WM führende Engländer Lewis Hamilton (Mercedes) mit 30,7 Prozent Fans, vor dem deutschen Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) mit 22,9 und Ferrari-Pilot Fernando Alonso aus Spanien, den 9,2 Prozent anfeuern werden.

KURIER-Umfrage

Gerhard Berger: "Heimrennen ist das wichtigste"

Im eigenen Land zu siegen geht für viele Piloten und Teams über alles. Dort ist aber auch der Druck am größten. Das weiß auch Berger aus schmerzliche Erfahrung. Mehrmals hat der Tiroler versucht als Österreicher daheim zu gewinnen, gelungen ist dies aber nur Niki Lauda 1984 Berger selbst war zwei Jahre später knapp dran. 1986 machte aber dem in Führung liegenden Tiroler ("Da war ich sicher, das Thema Heimsieg hat sich nun erledigt") eine defekte Batterie im Benetton einen Strich durch die Rechnung. "Man ist stolz, vor heimischem Publikum auftreten zu können. Das geht dann auch meistens schief, weil man sich auch selbst unter Druck setzt", erinnert sich Berger gut an seine vergeblichen Anläufe.

Kein heimischer Pilot

Auch 2014 wird es am Red Bull Ring mangels heimischem Piloten keinen Heimsieg geben. Dennoch gerät Berger knapp einen Monat vor der Rückkehr der Motorsport-Königsklasse nach Österreich schnell und leicht ins Schwärmen, denkt er an vergangene Heimspiele.

Vor allem, wenn es um den ursprünglichen "Österreichring" geht. "Ich habe es geliebt, dort zu fahren. Die alte Strecke war ein Klassiker. Die schnellen Kurven waren besondere Herausforderungen. Es gab keine Auslaufzonen, aber hohe Geschwindigkeit - da hat das Herz immer höhergeschlagen wenn es geheißen hat, wir fahren nach Zeltweg."

Denn, so Berger: "Es ist eine richtig tolle Gegend für den Formel-1-Tross. Es ist ein traumhafter Platz, eine der schönsten Gegenden, die man in Österreich hat, das sieht auch die Formel-1-Gemeinde so." Der Tiroler ist sich sicher: "Die freuen sich schon wieder riesig darauf. Einige erinnern sich noch, als sie zwischen Wörthersee und Strecke mit dem Hubschrauber hin und her geflogen sind."

Neue Strecke

Einzig die neue und kürzere Strecke, auf der ab 1997 bis 2003 und nun auch von 2014 an wieder gefahren wird, hat es Berger nie besonders angetan. "Ich bin ein Fan des alten Layouts. Das war meine Welt, auf der Strecke bin ich groß geworden", denkt er seufzend zurück. "Da hat man 'Big Balls' gebraucht, das war ein Ritt auf der Kanonenkugel. Da war man mit einem Fuß im Grab."

Natürlich solle letzteres im modernen Rennsport keinen Platz mehr finden. Die neue Strecke sei okay, "aber ich sage nicht wow. Es ist ein sehr sicherer Kurs, verkürzt, was ich schade finde, aber verstehe", so Berger über den ehemaligen A1- und nun Red-Bull-Ring. "Der Kurs ist sehr gut, sehr sicher, sehr schön, aber nicht so spektakulär wie die ehemalige Strecke."

Bald schon bekommt Berger - wenn sein verletzter Arm mitspielt - Gelegenheit, in einem alten Turbo-Ferrari aus 1987 wieder dort zu fahren. Alle lebenden Formel-1-Österreicher sollen am 22. Juni in den Formel-1-Boliden von damals antreten.

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