Rosberg holt die Bahrain-Pole

Der deutsche Mercedes-Fahrer verweist im Qualifying die beiden Favoriten Vettel und Alonso auf die Plätze.

Nico Rosberg wurde mit Lob überschüttet. 0,254 Sekunden war der Deutsche im Qualifying schneller als der zweitschnellste Mann im Fahrerfeld, Sebastian Vettel. Und, so behaupten Experten, Rosberg hätte sogar noch Luft nach oben gehabt. „Selbst mit einer perfekten Runde wäre Nico heute nicht zu schlagen gewesen“, sagte der dreifache Weltmeister Sebastian Vettel. „Das war eine Mega-Runde“, lobte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und sogar der Aufsichtsratschef Niki Lauda zog die Kappe: „Diese Runde, die er da rausgezaubert hat, das war eine Höchstleistung.“ In seinem 132. Rennwochenende fuhr der 27-jährige Rosberg zum erst zweiten Mal auf die Poleposition. Bei seiner Premieren-Pole in China im Vorjahr hatte der Wiesbadener seinen bisher einzigen Sieg gefeiert.

„Ich bin natürlich super happy“, sagte Rosberg und kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. „Das Team hat über Nacht vieles optimiert. Der erste Platz ist gigantisch.“

Doch Rosberg ist nicht der große Favorit für das Rennen am Sonntag (14.00 MESZ/live ORFeins, RTL, Sky), zu unsicher ist, wie vor allem die Hinterreifen des Mercedes halten werden.

Die Jäger

Der WM-Führende Sebastian Vettel scheint gute Karten zu haben: „Im Rennen geht es rein um den Reifenverschleiß. Und ich konnte im Qualifying Reifen sparen.“ Ein Sieganwärter ist auch Bahrain-Spezialist Fernando Alonso, der bereits drei Mal im Königreich gewinnen konnte und heute von Rang drei startet. „Das ist eine gute Ausgangsposition für das Rennen“, sagte der Spanier.

Eine deutlich schlechtere Ausgangsposition hat hingegen Rosbergs Teamkollege Lewis Hamilton. Der Engländer hatte im Training am Vormittag einen Reifenschaden und beschädigte sein Fahrzeug. Da das Getriebe gewechselt werden musste, wurde er um fünf Plätze nach hinten versetzt – Rang neun.

Um drei Plätze zurückversetzt wurde Red-Bull-Fahrer Mark Webber wegen einer verschuldeten Kollision in China. Der Australier geht nun von Platz sieben in sein 200. Formel-1-Rennen.

Qualifying:
Ränge eins bis zehn (nach Q3):
1. Nico Rosberg GER Mercedes 01:32,3
2. Sebastian Vettel GER Red Bull
3. Fernando Alonso ESP Ferrari
4. Lewis Hamilton GBR Mercedes
5. Mark Webber AUS Red Bull
6. Felipe Massa BRA Ferrari
7. Paul di Resta GBR Force India
8. Adrian Sutil GER Force India
9. Kimi Räikkönen FIN Lotus
10. Jenson Button GBR McLaren
Ränge elf bis 16 (out in Q2):
11. Romain Grosjean FRA Lotus 01:33,8
12. Sergio Perez MEX McLaren 01:33,9
13. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso 01:34,0
14. Nico Hülkenberg GER Sauber 01:34,0
15. Valtteri Bottas FIN Williams 01:34,1
16. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso 01:34,3
Ränge 17 bis 22 (out in Q1):
17. Pastor Maldonado VEN Williams 01:34,4
18. Esteban Gutierrez MEX Sauber 01:34,7
19. Charles Pic FRA Caterham 01:35,3
20. Jules Bianchi FRA Marussia 01:36,2
21. Giedo van der Garde NED Caterham 01:36,3
22. Max Chilton GBR Marussia 01:36,5

Der spanische Ferrari-Pilot Fernando Alonso hat im letzten Freien Training zum Großen Preis von Bahrain Weltmeister Sebastian Vettel auf den zweiten Platz verwiesen. Alonso war am Samstag 0,101 Sekunden schneller als der deutsche Red-Bull-Fahrer.

Der Finne Kimi Räikkönen, WM-Zweiter und Auftaktsieger in Australien, wurde im Lotus Vierter vor dem Mercedes-Neuzugang Lewis Hamilton. Der Brite wird in der Startaufstellung allerdings um fünf Plätze nach hinten versetzt. In seinem Mercedes musste vor der Qualifikation das Getriebe gewechselt werden. Da dies vor Ablauf der Frist von fünf Rennwochenenden erfolgte, wurde Hamilton durch die Rennkommissare das Internationalen Automobilverbandes entsprechend bestraft.

Drittes Freies Training:
1. Fernando Alonso ESP Ferrari 1:33,247
2. Sebastian Vettel GER Red Bull 1:33,348
3. Mark Webber AUS Red Bull 1:33,380
4. Kimi Räikkönen FIN Lotus 1:33,446
5. Lewis Hamilton GBR Mercedes 1:33,455
6. Romain Grosjean FRA Lotus 1:33,464
7. Adrian Sutil GER Force India 1:33,596
8. Paul di Resta GBR Force India 1:33,700
9. Nico Rosberg GER Mercedes 1:33,764
10. Nico Hülkenberg GER Sauber 1:33,922
11. Felipe Massa BRA Ferrari 1:33,949
12. Jenson Button GBR McLaren 1:34,117
13. Sergio Perez MEX McLaren 1:34,282
14. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso 1:34,577
15. Valtteri Bottas FIN Williams 1:34,611
16. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso 1:34,678
17. Pastor Maldonado VEN Williams 1:34,833
18. Charles Pic FRA Caterham 1:35,816
19. Jules Bianchi FRA Marussia 1:36,731
20. Giedo van der Garde NED Caterham 1:36,939
21. Max Chilton GBR Marussia 1:37,630
22. Esteban Gutierrez MEX Sauber 1:39,592

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