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Sport Motorsport
07/23/2022

Formel-1-Pilot Ocon: "Ich bin nicht hier, um nur mitzufahren"

Der französische Alpine-Fahrer hat 100 Grands Prix absolviert und einen davon gewonnen. Trotzdem hat er das Ziel, Weltmeister zu werden. Ein Gespräch.

von Florian Plavec

Zuletzt absolvierte Esteban Ocon seinen 100. Grand Prix in der Formel 1. Im Mittelpunkt steht der 25-Jährige aber erst an diesem Wochenende. Der Franzose fährt mit seinem französischen Alpine Team beim Grand Prix von Frankreich am Sonntag (15 Uhr/live ServusTV, Sky). Zuvor sprach er mit dem KURIER über ...

... sein Heimrennen: "Es ist sehr speziell. Es gibt erstmals eine Haupttribüne, die meinen Namen trägt. Das Wochenende wird sehr stressig für mich sein."

... 100 Rennen: "Das fühlt sich gut an und es ist emotional, wie schnell die Zeit verfliegt. Wenn ich denke, wo ich begonnen habe und wo wir jetzt stehen. Wir haben uns so sehr verbessert."

... die Höhepunkte: "Da war natürlich mein erster Grand Prix, den vergisst man nie. Dann der Startplatz in den Top 3 im Regen von Monza, das Podium 2020 und der Sieg 2021 in Ungarn."

... die Saison: "Es war bis jetzt eine tolle Saison, wenn man unsere Fortschritte sieht, die die Updates am Auto gebracht haben. Im Winter waren wir nicht da, wo wir es uns erhofft haben. Und jetzt kämpfen wir um Plätze in den Top Ten. Bis an die Spitze ist es aber noch ein weiter Weg."

... die Budgetobergrenze: "Wir alle haben die Befürchtung, dass Entwicklungen aus budgetären Gründen gestoppt werden müssen. Aber bei Alpine haben wir noch keine Sorgen, ich vertraue da unseren Chefs, dass sie mit dieser neuen Regel gut umgehen."

... Ziele: "Ich bin nicht hier, um nur mitzufahren. Ich will gewinnen und Weltmeister werden."

... seinen Teamkollegen Fernando Alonso: "Ich kann von ihm lernen, aber natürlich auch er von mir. Wir treiben uns gegenseitig an und es ist immer ziemlich knapp. Wir haben eine tolle Rivalität, aber auch eine schöne Kameradschaft."

... sein Team: "Alpine ist eine legendäre Marke. 2005 und 2006 hat Fernando die WM mit dem Team geholt. Und ich war schon immer ein Auto-Fan. Ich spüre heute immer noch Freiheit hinter dem Lenkrad. Ich bin aufgewachsen in Autos, die nicht funktioniert haben. Und am nächsten Tag hatte sie mein Vater repariert. Mein Großvater hatte einen Renault 4CV, damit hat alles begonnen. Wir haben das Auto noch immer und fahren am Wochenende damit."

... Toto Wolff: "Er unterstützt mich seit 2015, ohne ihn wäre ich nicht in der Formel 1. Ich wäre ohne ihn kein professioneller Rennfahrer."

... die aktuellen Autos: "Die Autos sind schwerer zu fahren als früher. Sie sind schwerer und steifer. Das Fahrern ist physisch eine Herausforderung."

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