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14.09.2018

Die Helden der Lüfte feiern Premiere

Am Wochenende gastiert das Red Bull Air Race zum ersten Mal in Niederösterreich.

Vor etwas mehr als 15 Jahren, genauer gesagt am 28. Juni 2003, ging in Zeltweg das erste Red Bull Air Race über die Bühne. Nur 145 Kilometer vom damaligen Start der Rennserie entfernt, findet am Wochenende das erste Air Race in Niederösterreich statt. Bereits ab heute, Freitag, trainieren die 14 Piloten der Master Class (höchste Rennklasse) und zehn Piloten der Challenger Class am Flugfeld in Wiener Neustadt.

Ernst wird es zum ersten Mal morgen, Samstag, ab 15 Uhr. Die zehn Piloten der Challenger Class bestreitet ihr erstes Rennen. Das Spitzentrio Luke Czepiela (Polen), Florian Berger (Deutschland) und Kevin Coleman (USA) wird nur durch zwei Punkte in der Rangliste getrennt.

Ab 16 Uhr steigen die Flieger dann in die Luft, um sich die Startplätze für das Master-Class-Rennen am Sonntag auszufliegen.

Neben zahlreichen weiteren Events rund um das Rennen ist für die Motorsportfans vor allem der Sonntag ein Leckerbissen. Ab 10 Uhr hat das Gelände geöffnet. Drei Stunden später treten die Challenger zu ihrem zweiten Rennen an diesem Wochenende an. Um 14 Uhr geht die Elite in die Lüfte.

Das Prinzip des Air Race ist einfach: In drei Durchgängen verringert sich die Zahl der Teilnehmer von 14 auf acht und auf die letzten vier. Der US-Amerikaner Michael Goulian ist als Erster in der Rangliste der Top-Favorit auf den Sieg in Wiener Neustadt. Doch der Tscheche Martin Sonka liegt nur sechs Punkte hinter dem Amerikaner.

Österreicher ist sowohl in der Master- als auch in der Challenger-Serie keiner dabei. Der letzte heimische Pilot war der Steirer Hannes Arch, der bei einem Hubschrauberabsturz vor zwei Jahren ums Leben gekommen ist.

Das Mega-Event in Zahlen

Am kommenden Wochenende werden in Wiener Neustadt rund 40.000 Zuschauer erwartet. Sattelschlepper lieferten rund 20 Ladungen an Metall und Material für die vier Tribünen am Wiener Neustädter Militärflugplatz an. 6000 Personen passen auf die Tribünen. 
Nördlich der Rennstrecke gibt es einen Parkplatz für 15.000 Autos. Die Behörden rechnen dennoch mit einem großen Verkehrsaufkommen. 
Die Piloten fliegen mit Geschwindigkeiten bis zu 370 km/h knapp über Boden und Wasser.