Canoe Sprint - Women's K2 500m - Heats

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Sport
08/02/2021

Kanu-Duo Schwarz und Lehaci über Umweg ins Olympia-Semifinale

Nachdem die Oberösterreicherinnen als Vorlaufdritte den direkten Aufstieg knapp verpasst hatten, kamen sie über das Viertelfinale weiter.

Die Flachwasser-Kanutinnen Ana Roxana Lehaci und Viktoria Schwarz haben am Montag bei den Olympischen Spielen in Tokio im Kajak-Zweier über 500 m das Semifinale erreicht. Nachdem die Oberösterreicherinnen als Vorlaufdritte den direkten Aufstieg um 0,346 Sek. verpasst hatten, kamen sie im ersten zweier Viertelfinali als Dritte weiter. Die Top vier stiegen auf. Lehaci/Schwarz sind für Dienstag in Semifinale zwei (3.30 Uhr MESZ) eingeteilt, die Top vier kommen ins Finale (5.46).

"Es war ein extrem hartes Rennen. Der Gegenwind ist immer stärker geworden, und der Gegenwind liegt uns einfach nicht", sagte Schwarz nach dem Viertelfinale auf Nachfrage der APA - Austria Presse Agentur. Wegen des Windes sei ihr Boot am Start schief gestanden, dann seien sie auch nur schlecht weggekommen. "Den Start haben wir voll verbockt", erklärte Lehaci. "Da haben wir sicher ein bis zwei Sekunden liegen gelassen. Weil wir fahren normal nie als Letzte weg, sind normal bei den Ersten."

OLYMPISCHE SOMMERSPIELE TOKIO 2020 - KANU - KAJAK-ZWEIER 500 M: LEHACI / SCHWARZ (AUT)

Hoffen auf ein Gewitter

Bis zur 250-m-Marke hatten sich die 30-jährige Lehaci und die 36-jährige Schwarz auf Platz vier gearbeitet. "Aber es war so anstrengend", warf Schwarz ein. "Der Wind hat so geblasen, die Wellen sind so gekommen. Wir haben geschaut, dass wir nur irgendwie ins Ziel kommen und Gott sei Dank ist es der dritte (Platz, Anm.) geworden. Hoffen wir, dass morgen die Bedingungen besser sind." Ein mögliches Gewitter würden sie begrüßen, da dann meist die Verhältnisse auf Rückenwind drehen.

Die Bedingungen im Viertelfinale seien mit Gegenwind jedenfalls viel schwieriger als im Vorlauf gewesen, als nicht viel auf das zweitplatzierte Boot des Russischen Olympischen Komitees (ROC) gefehlt hatte. Die Wetteränderung signalisierten auch die Laufzeiten, Lehaci/Schwarz waren mehr als eineinhalb Sekunden langsamer als rund zwei Stunden davor. Der dritte statt der vierte Platz in ihrem Viertelfinale mag jedenfalls ein Vorteil für die Semifinalsetzung sein, hofften die beiden zunächst.

"Einfach nur Vollgas geben"

Tatsächlich scheinen die ÖOC-Athletinnen den etwas schwächer besetzten Lauf erwischt zu haben, denn etwa beide ungarischen wie auch deutschen Boote sind im anderen Semifinale zu finden (3.23 Uhr MESZ). Um die Top vier geht es für Lehaci/Schwarz gegen zwei australische Boote sowie je eine Besatzung aus Belgien, Polen, Neuseeland, Weißrussland sowie die ROC-Equipe. "Wir müssen einfach nur Vollgas geben, damit wir ins Finale kommen", wusste Schwarz. "Wir werden alles daran setzen."

Man müsse einfach die Augen zumachen und lospaddeln, denn im Vergleich zu den vergangenen Spielen sei es doppelt so schwierig geworden. Erfahrung hat Schwarz genug, ist sie doch nun schon vierfache Olympia-Teilnehmerin. Für Lehaci ist es ihr zweites Antreten nach 2016. "Ich glaube, da ist noch etwas drinnen", meinte die gebürtige Rumänin. "Wenn du im Finale bist bei dem Feld hier, dann kannst du genauso gut eine Medaille machen. Ich könnte nicht sagen, wer da der Favorit ist."

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