Jukic wird am Montag am linken Ellenbogen operiert

Olympiahoffnung fällt mehrere Wochen aus
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Österreichs Schwimm-Ass Dinko Jukic wird am Montag im Grazer Landeskrankenhaus am linken Ellenbogen operiert.


Der 23-Jährige fällt damit ausgerechnet in der Olympia-Saison mehrere Wochen aus, im besten Fall kann er erst Anfang April wieder mit vollem Training beginnen. Jukic leidet an einer Knorpelabsplitterung im Gelenksbereich, eine Behebung per Arthroskopie ist nicht möglich.

"Wenn ich nicht in drei, sondern erst in fünf Wochen fit werde, muss ich die EM nur aus dem Training heraus schwimmen", erklärte der Wiener am Donnerstag in London hinsichtlich der vom 21. bis 27. Mai in Debrecen angesetzten Kontinental-Titelkämpfe. Er war direkt vom Vorlauf bei den offenen britischen Meisterschaften über 100 m Delfin zu einer ÖOC-Mediendelegation geeilt. Als Achtbester hatte er sich über 100 m Delfin für den Endlauf qualifiziert, Martin Spitzer schied hingegen aus.

Das Problem am Ellenbogen schleppt Jukic schon länger mit sich herum, akut wurde es Mitte Februar. Bei den Hallen-Staatsmeisterschaften in Graz und nun in London bestritt der Ex-Europameister innerhalb von acht Tagen 15 Rennen, alle mit Schmerzen. Um das Problem ganz aus der Welt zu schaffen, wäre eine größere Operation vonnöten. Diese würde aber eine sechsmonatige Pause nach sich ziehen. "Das mache ich dann nach der Karriere", erklärte Jukic.

Der aktuelle Eingriff ist wichtig, da der Lagen- und Delfin-Spezialist abgesehen von den Schmerzen den Arm nur eingeschränkt abbiegen kann, wenn das Knorpelstück ungünstig verrutscht. "In London ist mir das jetzt nicht passiert, bei den Meisterschaften im Wettkampf aber gleich zweimal." Sein Trainervater Zeljko Jukic hatte ursprünglich ab kommendem Donnerstag ein Trainingscamp in Rijeka geplant. Ob das nun abgehalten wird bzw. ob Jukic dann mit Alternativtraining dabei ist, wird kurzfristig entschieden.

Markus Rogan stand kurz vor seinem Rückflug aus London nach Los Angeles auch noch Rede und Antwort. Mit seinen Leistungen im Olympiabecken war der 29-Jährige nur eingeschränkt zufrieden. Besonders über 400 m Lagen will er nun im Mai beim US-Grand-Prix in Charlotte oder danach bei den Europameisterschaften eine klare persönliche Bestzeit liefern, um auf dieser Strecke für Olympia Klarheit zu bekommen.

Positiv registrierte der Vize-Weltmeister, dass er in seinen London-Rennen geschwommen ist, ohne auf die Konkurrenten zu schauen. "Damit habe ich immer sehr viel Zeit vergeudet", sagte er. "Jetzt versuche ich, die ganze Energie nur für mich selbst zu nutzen." Als Rogan schon auf dem Weg zum Flughafen war, war Jukic noch im altehrwürdigen Trinity House bei der Unterzeichnung des Vertrags für das "Österreich-Haus" durch ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel dabei. Es liegt höchst attraktiv vis a vis vom Tower.

(KURIER) Erstellt am
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