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Sport
07/09/2020

Helden der Schotterwege: Auf dem Mountainbike quer durch Österreich

Fünf Marathon-Mountainbiker radeln gerade von Mörbisch an den Bodensee. 30.000 Höhenmeter bedeuten eine extreme Herausforderung.

von Christoph Geiler

Wenn in Corona-Zeiten wie diesen keine Rad-Veranstaltungen stattfinden, dann muss man eben selbst ein Rennen organisieren. Das dachten sich auch die fünf Marathon-Mountainbiker David Schöggl, Manuel Priem, Moritz Bscherer, Martin Kürbisch und Thomas Garber und riefen kurzerhand das TransAustria MTB-Event ins Leben. Das Quintett vom KTM Pro Team radelt gerade quer durch Österreich.

"Es war schon immer mein Traum, einmal eine mehrtägige Biketour zu fahren. Die heurige Situation ohne Rennen macht dies nun möglich. Die Planung hat viel Zeit in Anspruch genommen", sagt David Schöggl.

Zumal es eine Herausforderung im Extrembereich ist. Die fünf Mountainbiker fahren nämlich auf unbefestigten Wegen durch das Land und nehmen dabei auch den ein oder anderen Umweg in Kauf. Insgesamt legen sie auf ihrer Fahrt 1100 Kilometer zurück und spulen 30.000 Höhenmeter ab.

Die faszinierenden Landschaften Österreichs, die das Quintett dabei kennenlernen darf, entschädigt freilich für die Strapazen. Aktuell befinden sich die Marathon-Mountainbiker bereits in Westösterreich, die längste Etappe vom Erlaufsee nach Bad Aussee über 196 Kilometer haben sie bereits hinter sich. "Keiner von uns ist vorher schon einmal so viele Tage am Stück so lange am Bike gesessen,“ gesteht der Steirer David Schöggl.

An diesem Donnerstag sind die fünf von Mayrhofen im Zillertal nach Imst unterwegs. Dabei geht's auf 2700 Meter Seehöhe rauf auf das berüchtigte Tuxerjoch. Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, werden sie am Samstag das Ziel in Bregenz erreichen.