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Sport
03/23/2021

Die Berliner Füchse waren einfach ausgefuchster als die Fivers

Die Wiener lagen im Achtelfinal-Hinspiel gegen das deutsche Topteam zur Pause nur zwei Tore zurück, am Ende gab es ein 27:35.

von Mirad Odobasic

Die Vorzeichen vor dem Spiel des Jahres in der Hollgasse standen schlecht. Die Fivers mussten zum Achtelfinal-Hinspiel in der European League ohne ihr Aushängeschild Lukas Hutecek antreten. Österreichs Teamspieler hatte sich am Wochenende im Cup-Viertelfinale gegen Krems im Finish einen Bruch des kleinen Fingers an der Wurfhand zu und wird heute operiert. „Ohne ihn wird es schwierig, er ist unser Um und Auf“, hatte Fivers-Manager Thomas Menzl im Vorfeld gestehen müssen.

Dass Thomas Seidl, der Mann, der den Ausfall des Youngsters kompensieren sollte, der erste Wiener Treffer an diesem Abend gelang, hätte ein gutes Omen werden können. Es blieb beim hätte.

Am Goalie lag’s nicht

In der torreichen Anfangsphase hielten die Wiener ordentlich mit, Nikola Stevanovic erzielte in der dritten Minute die erste Führung für die Gastgeber – 3:2. Anschließend pendelte sich die Gäste-Führung auf zwei Tore Unterschied ein.

Wolfgang Filzwieser war es zu verdanken, dass die Gäste nicht früh wegzogen. Der Goalie vereitelte reihenweise Chancen des Gegners. In der 18. Minute, nach einer neuerlichen Großtat Filzwiesers, schafften die Gastgeber durch Tobias Wagner den verdienten Ausgleich (11:11). In Folge schlichen sich immer mehr Fehler ins Spiel der Berliner ein, wovon sich auch die Gastgeber anstecken ließen. In der 27. Minute war die Partie nach einem Tor von Marin Martinovic wieder ausgeglichen. Zum letzten Mal an diesem Abend. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung für die Deutschen ging es in die Kabinen der leeren Halle in der Hollgasse. „Wir zeigen hier keinen Respekt, das taugt mir“, zog Manager Menzl ein zufriedenes Halbzeit-Fazit.

Ein Blick auf die Anzeigetafel bereits nach nur fünf Minuten in Halbzeit zwei verhieß nichts Gutes: Die Füchse lagen da schon sechs Tore vorne. „Burschen, Manndeckung!“, schrie der ratlos wirkende Fivers-Trainer Peter Eckl kurze Zeit später mit ausgestreckten Armen ins Feld hinein. Zu spät. Da war der Rückstand seines Teams bereits zweistellig. „Wir versuchen unseren Spielern immer Tempo, Tempo, Tempo einzuimpfen. Schade, dass wir Vollgas gegen die Wand fuhren“, sagte Eckl später. Man konnte den Favoriten nur eine Halbzeit ärgern.

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