Die unebenen Greens machen den Golfern zu schaffen

© EPA/JUSTIN LANE

Sport
09/17/2020

Golf: Wiesberger und Schwab starten in die gefürchteten US Open

Wieso der Kurs des Winged Foot Golf Club so schwierig ist, und was sich die Österreicher beim US Open erwarten.

von Peter Karlik

Es ist erst wenige Tage her, dass Tennis-Star Dominic Thiem die US Open im Tennis  gewinnen konnte. Am Donnerstag beginnen wieder US Open. Dieses Mal aber im Golf und wieder in der Nähe von New York. Der Winged Foot Golf Club liegt nur 25 staufreie Autominuten nördlich von Flushing Meadows. 

Ähnlich dem Tennis-Turnier in Queens hat der Golf Club eine bewegte Geschichte, von der sich die österreichischen Teilnehmer Bernd Wiesberger (Abschlag 18.43 Uhr) und Matthias Schwab (Abschlag 20 Uhr) nicht ablenken lassen sollten. Denn der Kurs zählt zu einem der schwierigsten im Golf-Zirkus. 

Fünfmal wurde in Mamaroneck bereits ein US Open gespielt und nur einmal gab es einen Sieger, der unter Par blieb. Bei der letzten Auflage  2006 siegte der Australier Geoff Ogilvy mit 285 Schlägen, also fünf über Par.

Vor kurzem wurde der 99 Jahre alte Kurs überarbeitet, leichter dürfte er nicht geworden sein. Besonders die Greens machen vielen Spielern Probleme, da es viele Wellen gibt, die das Putten erschweren.

Die Österreicher

Matthias Schwab verbrachte einen Großteil des Sommers in den USA und spielte sich dort für die US Open ein. „Insgesamt war ich sieben Wochen dort, davon zwei Wochen Quarantäne in Florida und dann habe ich fünf Wochen lang Turniere quer durch Nordamerika gespielt“, berichtet Schwab. Sein bestes Resultat war der dritte Platz beim Barracuda Championship. „Ein Top-Turnier“, meint der 25-Jährige.  

Nach den ersten Proberunden bei den US Open war Schwab mit dem Putten noch nicht recht zufrieden. Aber damit werden auf diesen Greens auch andere Probleme haben. 

Bernd Wiesberger wird ab Donnerstag alles daran setzen, seinen  US-Fluch zu beenden. Der Burgenländer hat noch kein Top-Ten-Resultat  auf amerikanischem Boden. 

Wiesberger spielte zuletzt beim Andalucia Masters und fiel am Schlusstag vom 17. auf den 31. Platz zurück.  Dafür beendete er die UK Championship in Sutton Coldfield auf dem guten fünften Rang. Der 34-Jährige ist gewarnt vor dem schweren Kurs: „Bei diesem Turnier kommt es wie bei sonst keinem anderen in der Golfwelt auf alle Aspekte des Spiels an. Es wird ein brutaler Kampf auf einem unglaublich anspruchsvollen Platz.“

Die Favoriten

Tiger Woods ist nach zuletzt durchschnittlichen Resultaten nicht im Kreis der Favoriten. Sein US-Landsmann Dustin Johnson befindet sich dagegen in absoluter Topform. Nach einem Hin und Her an der Spitze der Weltrangliste zwischen ihm, Justin Thomas und dem aufstrebenden Spanier Jon Rahm ist Johnson derzeit als Nummer eins unbestritten. Seine jüngsten vier Turniere - alle waren sehr gut besetzt - beendete er je zweimal als Sieger und als Zweiter. Und vor vier Wochen spielte er in Norton die Konkurrenz in Grund und Boden und siegte am Ende mit elf Schlägen Vorsprung.

2020 US Open Golf Tournament

Damit geht der 36-Jährige aus South Carolina als großer Favorit ins Rennen um den US-Open-Sieg, den er schon einmal (2016) feiern durfte. Das war der bisher einzige Major-Triumph für den 26-fachen Turniersieger. Zu seinen schärfsten Rivalen zählen der Nordire Rory McIlroy, Thomas, Rahm und Collin Morikawa. Der US-Youngster, erst seit Juni 2019 Profi, gewann vor gut einem Monat die US-PGA-Championship.

Der Weltranglisten-29. Scottie Scheffler (USA) hat  einen positiven Coronatest abgeliefert und darf daher nicht teilnehmen. Zuschauer sind wegen der Pandemie natürlich nicht erlaubt.

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