Sport
11.01.2013

Generalprobe auf der großen Bühne

Melzer freut sich auf den Kasachen Kukuschkin, der im Februar Daviscup-Gegner sein wird.

0,78 Prozent. Das ist der Anteil an Österreichern in den beiden Einzelbewerben der Australian Open. 128 Starter gibt es bei den Damen und Herren, Tamira Paszek und Jürgen Melzer sind dabei. Beide sind gesetzt.

Jürgen Melzer bekommt einen Vorgeschmack auf den Daviscup-Achtelfinalspiel in Astana (1. bis 3. Februar). Österreichs Nummer eins und Nummer 26 der Setzliste begegnet dem Kasachen Michail Kukuschkin. Aber: Melzer ist die Nummer 29 der Welt, Kukuschkin rutschte als Nummer 107 gerade noch ins Hauptfeld. Grund genug, um gut aufgelegt zu sein: „Es ist lustig und skurril, ausgerechnet im letzten Turnier vor dem Davis Cup auf die Nummer 1 des kommenden Gegners zu treffen. Kukuschkin ist aber ein Gegner, mit dem ich leben kann.“

Es gibt auch Tennisspieler, die mit Melzer als Gegner sehr gut leben können. Zuletzt tat es mit Greg Jones die Nummer 373 der Welt. Der Australier schlug den 31-Jährigen diese Woche in Auckland. In Brisbane kam Melzer zumindest ins Viertelfinale, er kann es also noch. Bei Kukuschkin weiß auch keiner so genau, was der so alles kann derzeit. Immerhin war der 25-Jährige zuletzt im September auf öffentlicher Bühne zu bestaunen, danach an der Hüfte verletzt. Aber aufgepasst: Im Vorjahr stand Kukuschkin im Achtelfinale von Melbourne.

Tamira Paszek ist Österreichs einzige Dame in Melbourne. Die als Nummer 30 gesetzte Vorarlbergerin trifft auf die Schweizerin Stefanie Vögele. Kein Weltstar, nur die Nummer 87.

Für so manche TV-Konsumenten gibt es bereits vor dem ersten Aufschlag eine schlechte Nachricht: Mehrere Hunderttausend Österreicher, die Kunden von A1-TV sind, werden die Australian Open nicht sehen können. Der Vertrag mit Eurosport und Eurosport 2 bei A1-TV lief am 31. Dezember aus.