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Karim Adeyemi durfte gegen Sturm nur kurz spielen.

© APA/AFP/CHRISTOF STACHE / CHRISTOF STACHE

Sport Fußball
03/01/2021

Zwist in Salzburg: Marsch stellt Supertalent an den Pranger

Karim Adeyemi wurde vom Red-Bull-Trainer gegen Sturm schon in Minute 37 ausgewechselt. Nach dem 1:2 gab es heftige Kritik am Deutschen.

von Stephan Blumenschein

Es ist gar nicht so lange her, da wurde Karim Adeyemi als Neuzugang beim FC Barcelona gehandelt. 15 Millionen Euro sollen die Katalanen im November 2019 für den damals 17-jährigen Deutschen geboten haben, die Salzburger lehnten eine diesbezügliche Anfrage allerdings ab. Im Jänner 2020 wurde sein Vertrag sogar vorzeitig bis Sommer 2024 verlängert.

Adeyemi, der kurz davor auch mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold und damit als bester deutscher Nachwuchsspieler ausgezeichnet worden war, hat zwar mittlerweile den Sprung zu den Salzburger Profis geschafft, den großen Vorschusslorbeeren konnte der mittlerweile 19-Jährige allerdings noch nicht gerecht werden. Beim Tabellenführer ist er nicht mehr als ein Ergänzungsspieler.

Am Sonntag stand der Offensivspieler, der im Sommer 2018 um deutlich mehr als drei Millionen Euro nach Salzburg gekommen war, im insgesamt 33. Saisonspiel der Salzburger in Klagenfurt gegen Sturm Graz erst zum sechsten Mal in der Startelf. Und er spielte, aber nicht als einziger Salzburger, richtig schlecht. Trainer Marsch hatte nach 37 Minuten genug gesehen und nahm Adeyemi vom Feld.

"Mein Ziel ist so etwas nie, aber Karim war nicht bereit. Er hat nicht gekämpft, hat jedes Duell und jeden Ball verloren. Für die Gruppe ist das ganz schlecht, denn wir haben so keine Chance. Es ist schwierig für Karim, das verstehe ich,. Aber er muss verstehen, welches Niveau nötig ist, um gegen Sturm Graz zu spielen. Und das war nicht gut genug", fand der Amerikaner auf Sky ungewohnt scharfe Worte. Erstmals überhaupt kritisierte er einen einzelnen Spieler auf diese Art und Weise.

Normalerweise hält sich Marsch mit Kritik in der Öffentlichkeit vornehm zurück. In dieser Saison griff er nur einmal zu ähnlichen Worten - nach der 0:1-Blamage bei der Admira. Damals nannte der Salzburg-Trainer aber keine Namen. Allerdings wurden im Winter mit Onguéné, Okugawa und Ashimeru drei Spieler abgegeben, die in der Südstadt besonders schlecht gespielt hatten.

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