© apa

Sport Fußball
12/05/2011

Zwei Teamgoalies bei der Austria

Ein Luxus in Violett: Mit Pascal Grünwald und Heinz Lindner stellen die Veilchen gleich zwei Auswahltorhüter.

von Alexander Strecha

Derzeit grinst Austrias Tormanntrainer Franz Gruber bei jeder einzelnen Übungseinheit übers ganze Gesicht. Immerhin trainiert er täglich zwei Nationaltorhüter. Pascal Grünwald schaffte den Sprung ins Tor des A-Teams, Heinz Lindner gilt im U-21-Team von Andreas Herzog zwischen den Pfosten als gesetzt, war zuletzt beim Sieg über Griechenland sogar Kapitän.

Gruber konnte selbst nicht davon ausgehen, dass sein Plan in nur wenigen Monaten dermaßen aufgehen würde. "Ich habe mich in der Beobachtung von Grünwald nicht getäuscht." Der Tiroler wurde nach dem Abgang von Safar und vor allem jenen von Almer aus Innsbruck geholt und setzte sich in kurzer Zeit bei den Wienern gegen Konkurrent Lindner durch.

Erreichte Ziele

Grünwald, kein Lautsprecher, will über dieses Thema nicht viele Worte verlieren. "Kommentare über Kollegen möchte ich nicht abgeben." Vielmehr schaut er, dass seine eigenen Leistungen entsprechen. Und er weiterhin Ziele erreicht: Er wurde die Nummer 1 der Austria, zog mit den Wienern in die Gruppenphase der Europa League ein und debütierte im Nationalteam gegen die Türkei, hielt in diesem Spiel sogar einen Elfmeter.

"Pascal hat sein Können im Team und bei der Austria bewiesen. Und er hat uns schon mindestens zwei Spiele gewonnen", erzählt Gruber. Im Europacup gegen Laibach hielt er den Aufstieg fest, in Innsbruck rettete er das Remis. Grünwald freut das Lob: "Es ist gut, wenn der Trainer zufrieden ist. Aber es warten schon die nächsten Aufgaben gegen Wr. Neustadt und am Donnerstag gegen Kharkiw."

Unterdessen übt sich Lindner in Geduld. "Mir bleibt derzeit nichts anderes übrig. Bisher ist meine Karriere steil bergauf gegangen. Mit dieser Situation kann und will ich mich aber natürlich auf Dauer nicht zufriedengeben. Ich versuche, richtig damit umzugehen. Aber ich bin sicher nicht mehr der Liebe und Brave."

Geduldiger Faden

Lindners Geduldsfaden sollte auch in nächster Zukunft nicht reißen. Gruber stellt klar: "Vorerst bleibt einmal alles so." Weil es keinen Grund für Veränderung gibt. Lindner darf im Cup Spielpraxis sammeln, wird in der 2. Runde gegen Allerheiligen das violette Tor hüten.

Am Sonntag muss er in Wr. Neustadt aber wieder auf der Bank Platz nehmen und seinem Kollegen zuschauen. "Derzeit hole ich mir mein Selbstvertrauen im Unter-21-Team. Normal ist es umgekehrt, wenn man mit Selbstvertrauen vom Verein zur Auswahl kommt." Grünwald zerbricht sich nicht den Kopf: "Ich will mich weiter entwickeln." Und mit der Austria Ziele erreichen.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Interview

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.