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Sport Fußball
03/17/2019

Zehn kriselnde Veilchen verlieren bei Sturm Graz

Die Wiener Austria schafft den Sprung aus der Formkrise auch unter dem neuen Trainer nicht.

von Harald Ottawa

Rund 300 Austria-Fans machten die Reise nach Graz mit, um sich nach der Arbeitsverweigerung gegen Altach (1:3) ein Bild davon zu machen, wie ein Neuanfang aussehen kann. Das Einzige, worum es ging bei der erstmals von Robert Ibertsberger betreuten Austria. Sturm brauchte den Sieg nicht nur zur Stärkung des Selbstvertrauens. Und dieser gelang.

Gegen die erneut sehr zaghafte Austria belohnte man den Angriffsgeist mit einem 1:0-Sieg. Agil begannen die Steirer, vor allem Mensah und Kiteishvili stellten die Austria-Abwehr immer wieder vor Probleme. Und dennoch stand ein Austrianer im Zentrum des ersten Höhepunktes: Cuevas nahm in einer völlig unerheblichen Situation gegen den Grazer Lovric in der Nähe der Mittellinie den Ellbogen zur Hand und musste vom Platz. Dabei hatte der Uruguayer nach einem langen Bankerl-Dasein wieder eine Chance bekommen. Seine Tage in Wien dürften damit gezählt sein.

Aktionen wurden nicht zu Ende gespielt, und wenn Sturm einmal gefährlich werden konnte, klärte ein Austria-Bein, die Wiener retteten in die Pause. Sturms Plan, bei Ballbesitz blitzschnelle Vorstöße zu landen, ging nicht auf. Sturm wusste um die Spielstände bei den anderen Partien zur Pause, wollte aber selbst für eine Entscheidung sorgen. Kiteishvilis bemühter Schussversuch brachte die Austria aber nicht in Gefahr.

In der 55. Minute machten die Grazer dann aber doch noch den Riesenschritt in die Meisterrunde: Igor kam gegen Huspek zu spät, dessen Hereingabe verwertete Lukas Grozurek.

Fußball, Graz - Austria

Gemütlicher Ausklang

Die Grazer schalteten nach der beruhigenden Führung einen Gang zurück. Das Geschehen spielte sich freilich vorwiegend in der Hälfte der Wiener ab, die Austria wirkte mit einem Mann weniger ähnlich müde wie vergangene Woche gegen Altach.

In der 81. Minute kamen die Gäste doch noch zu einer Chance: Ein Kopfball von Madl, dem besten Austrainer, landete in den Armen von Siebenhandl. Das war es mit der Herrlichkeit, Grozurek vergab noch die Chance auf das 2:0. Die Grazer gewannen ohne Glanz, überholten die krisengebeutelten Austrianer und gehen als Dritter in die Meisterrunde. Sturm blieb im achten Spiel unter Trainer Roman Mählich zum sechsten Mal ohne Gegentreffer.Harald Ottawa