Edin Dzeko darf mit Bosnien nach Brasilien reisen.

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WM-Qualifikation
10/15/2013

Historische WM-Teilnahme für Bosnien

Auch Spanien, England und Russland fliegen im kommenden Jahr nach Brasilien.

von Stephan Blumenschein

Vier weitere der 13 Europa zustehenden Startplätze für die WM-Endrunde in Brasilien wurden am Dienstag vergeben: Bosnien, Russland, Spanien und England vertreten gemeinsam mit Deutschland, Italien, Niederlande, Schweiz und Belgien den Kontinent beim Treffen der weltbesten Nationalteams im kommenden Sommer (12. Juni – 13. Juli 2014).

Besonders bei den Bosniern war der Jubel grenzenlos. Denn erstmals konnten sich die Südosteuropäer für ein großes Fußballturnier qualifizieren. Bosnien ist nach Kroatien, Serbien und Slowenien das vierte Land, das aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorging, das bei einer WM dabei ist.

Gefeiert wurde in Kaunas, denn in der zweitgrößten Stadt Litauens fixierten die Bosnier mit einem 1:0-Erfolg die Qualifikation. Schon vor dem zehnten und letzten Spieltag der Gruppe G war klar, dass den Bosniern ein Sieg gegen Litauen reichen würde, um dank der wesentlich besseren Tordifferenz vor den punktegleichen Griechen zu bleiben.

Bosnisches Zittern

Doch das Siegen fiel den Bosniern schwerer als erwartet. Bis zur 68. Minute, bis Stuttgart-Legionär Ibisevic das 1:0 gegen stark verteidigende Litauer erzielte, waren die Griechen bei der WM. Denn der Viertelfinalist der EM 2012 war im Parallelspiel gegen die vom Österreicher Rene Pauritsch trainierten Liechtensteiner durch Salpingidis schon in der 7. Minute in Führung gegangen. Dem 1:0 folgte zwar noch das 2:0 durch Karagounis (81.). Doch der achte Sieg im zehnten Gruppenspiel war für die Griechen zu wenig, weil die Bosnier bei Litauen eben 1:0 gewannen.

Nach zwölf Jahren Pause sind auch die Russen wieder bei einer WM-Endrunde dabei. Im Fernduell mit Portugal reichte der vom Italiener Fabio Capello trainierten Mannschaft ein 1:1 in Aserbaidschan. Portugal fertigte zu Hause Luxemburg zwar mit 3:0 ab, beendete aber trotzdem die Gruppe F mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei.

Souverän lösten die Spanier die letzte Aufgabe. Mit einem 2:0-Erfolg gegen Georgien wurde die Pflicht erfüllt, nun kann im kommenden Jahr in Brasilien der WM-Titel aus dem Jahr 2010 verteidigt werden. Die England-Legionäre Negredo (Manchester City) und Mata (Chelsea) erzielten die beiden Treffer, um Platz eins in Gruppe I zu fixieren. Den Franzosen blieb hingegen trotz eines 3:0-Heimsieges gegen Finnland nur der Rang hinter dem Welt- und Europameister.

Englisches Bangen

Zittern musste wieder einmal England. Schon vor der abschließenden Partie im Londoner Wembley-Stadion gegen Polen war klar, dass die Engländer gegen den einen Gastgeber der EM 2012 unbedingt gewinnen müssen, weil der andere EM-Gastgeber sicher im Parallelspiel der Gruppe H siegen würde. Und das war auch so: Ukraine fertigte San Marino 8:0 ab, doch das war zu wenig, weil die Engländer dank Toren der beiden Routiniers Rooney und Gerrard 2:0 gewannen.

Neben Schweden, das gestern Abend in der Österreich-Gruppe gegen Gruppensieger Deutschland in Solna trotz einer 2:0-Führung noch mit 3:5 unterlag, dürfen auch noch die Gruppenzweiten Ukraine, Frankreich, Griechenland, Portugal, Island, Rumänien und Kroatien auf ein WM-Ticket über den Umweg Play-off hoffen. Die vier Duelle werden am kommenden Montag ausgelost und finden Mitte November statt. Ausgeschieden sind als schwächster Gruppenzweiter hingegen die Dänen und das trotz eines 6:0-Heimerfolges gegen Malta.

Ergebnisse und Tabellen

Gesammelte Ergebnisse und Tabellen

Gruppe A

Serbien - Mazedonien 5:1 (3:0)
Tore: Ristovski (16./Eigentor), Basta (19.), Kolarov (38./Elfmeter), Tadic (54.), Scepovic (73.) bzw. Jahovik (83.)

Belgien - Wales 1:1 (0:0)
Tore: De Bruyne (64.) bzw. Ramsey (88.)

Schottland - Kroatien 2:0 (1:0)
Tore: Snodgrass (28.), Naismith (73.)

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Gruppe B

Dänemark - Malta 6:0 (4:0)
Tore: Rasmussen (8., 74.), Agger (11./Elfmeter, 39./Elfmeter), Bjelland (28.), Nielsen (84.)

Italien - Armenien 2:2 (1:1)
Tore: Florenzi (24.), Balotelli (76.) bzw. Mowsisjan (5.), Mkhitaryan (70.)

Bulgarien - Tschechien 0:1 (0:0)
Tor: Dockal (52.)

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Gruppe C

Färöer - Österreich 0:3 (0:1)
Tore: Ivanschitz (16.), Prödl (64.), Alaba (67./Elfmeter)

Irland - Kasachstan 3:1 (2:1)
Tore: Keane (17./Elfmeter), O'Shea (26.), Shomko (78./Eigentor) bzw. Shomko (13.)

Schweden - Deutschland 3:5 (2:1)
Tore: Hysen (6., 69.), Kacaniklic (42.) bzw. Özil (45.), Götze (53.), Schürrle (57., 66., 76.)

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Gruppe D

Ungarn - Andorra 2:0 (0:0)
Tore: Nikolic (51., 76.). Gelb-Rot: San Nicolas (88./AND)

Türkei - Niederlande 0:2 (0:1)
Tore: Robben (8.), Sneijder (47.)

Rumänien - Estland 2:0 (1:0)
Tore: Marica (30./Elfmeter, 81.)

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Gruppe E

Zypern - Albanien 0:0

Norwegen - Island 1:1 (1:1)
Tore: Braaten (30.) bzw. Sigthorsson (12.). Berisha (NOR) ab 56.

Schweiz - Slowenien 1:0 (0:0)
Tor: Xhaka (74.)

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Gruppe F

Aserbaidschan - Russland 1:1 (0:1)
Tore: Jawadow (90.) bzw. Schirkow (16.). Rote Karte: Medwedew (73./AZE)

Portugal - Luxemburg 3:0 (2:0)
Tore: Varela (30.), Nani (37.), Helder Postiga (79.). Rote
Karte: Joachim (29./LUX)

Israel - Nordirland 1:1 (1:0)
Tore: Ben Basat (43.) bzw. Davis (72.)

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Gruppe G

Litauen - Bosnien Herzegowia 0:1 (0:0)
Tor: Ibisevic (68.)

Griechenland - Liechtenstein 2:0 (1:0)
Tore: Salginpidis (7.), Karagounis (81.)

Lettland - Slowakei 2:2 (0:2)
Tore: Sabala (47.), Rode (92.) bzw. Jakubko (9.), Salata (16.)

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Gruppe H

San Marino - Ukraine 0:8 (0:3)
Tore: Selesnjow (13./Elfmeter, 19.), Devic (15., 51., 58./Elfmeter), Jarmolenko (55.), Bezus (65.), Mandziuk (90.). SR Harald Lechner/AUT

England - Polen 2:0 (0:0)
Tore: Rooney (41.), Gerrard (88.)

Montenegro - Moldawien 2:5 (0:1)
Tore: Jovetic (55./Elfmeter, 91.) bzw. Antoniuc (28., 89.), Armas (62.), Sidorenco (64.), Ionita (73.)

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Gruppe I

Frankreich - Finnland 3:0 (1:0)
Tore: Ribery (8.), Toivio (76./Eigentor), Benzema (87.)

Spanien - Georgien 2:0 (1:0)
Tore: Negredo (26.), Juan Mata (61.)

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