Gareth Bale

© APA/AFP/REMY GABALDA

WM-Qualifikation
10/03/2016

Alle wollen Wales-Superstar Bale sehen

Markus Suttner soll den Angreifer von Real Madrid stoppen.

von Alexander Strecha

Gemma Bale schauen. Der österreichische Fußballfan hat für kommenden Donnerstag ein Motto, wenn Wales in der WM-Qualifikation mit Real-Madrid-Superstar Gareth Bale im Wiener Prater zu Gast ist. Die Waliser haben das geschafft, wovon die Österreicher in Frankreich bei der EURO geträumt haben – sie sind bis ins Halbfinale vorgedrungen und dort erst am späteren Europameister Portugal gescheitert.

Dank der starken Auftritte gilt Wales für viele auch als Gruppen-Favorit in der WM-Qualifikation, während für die Österreicher die kommenden zwei Länderspiele gegen Wales und am Sonntag darauf in Belgrad gegen Serbien schon die Richtung weisen werden.

50.000 Fans werden 100.000 Augen auf ihn richten, einer wird Bale aus unmittelbarer Nähe betrachten können. Markus Suttner, der wie schon einige seiner Kollegen am 6. Februar 2013 in Swansea Bekanntschaft mit dem Helden der Waliser gemacht hat. Damals ersetzte Suttner auf der linken Abwehrseite Kapitän Christian Fuchs und machte im Duell mit seinem Gegenspieler Bale nicht die allerbeste Figur, auch weil ihn seine Kollegen in vielen Situationen im Stich ließen.

Festspiele

Bale, damals Star von Tottenham Hotspur und noch kein Königlicher von Real Madrid, erzielte beim 2:1-Sieg der Waliser das 1:0 (21.), bereitete das 2:0 durch Sam Vokes (52.) auf. Nach einer Stunde hatte er seine Schuldigkeit getan und durfte vorzeitig duschen gehen. Österreich gelang durch Marc Janko nach der Vorarbeit von Marko Arnautovic im Finish noch das 1:2.

Suttner erinnert sich noch gut an den Abend von Swansea. "Es war sicher nicht unser bestes Länderspiel damals, zudem war es ein Freundschafts- und kein Bewerbsspiel", streicht er den Unterschied zum Donnerstag hervor. "In Wahrheit hatte Bale zwei exzellente Aktionen, in denen wir als Mannschaft nicht gut verteidigt haben. Aber ich kann mich auch an ein paar positive Aktionen von mir erinnern. Es war also nicht so negativ."

Eine Prognose möchte der Legionär von Ingolstadt nicht abgeben. Einerseits, weil man im Vorfeld nicht wisse, wo genau auf dem Platz Bale auftauchen wird. "Er muss gar nicht über die rechte Flanke kommen und auf mich treffen. Bei der EURO hat er auch andere Positionen eingenommen."

Lebenstraum

Und zweitens werden sich Teamchef Marcel Koller und die Spieler erst ab Sonntagabend, wenn man ins Teamquartier in der Wiener Innenstadt einrückt, mit Gegner Wales ausführlich beschäftigen. "In diesen Tagen wird es sicherlich einige Analysen geben", sagt Suttner, der trotz der bescheidenen Ergebnisse von Ingolstadt derzeit eine positive Zeit durchlebt.

"Persönlich bin ich gut in die Saison gestartet, besser als im Vorjahr, als ich neu zum Verein gekommen bin." Damals, unter Coach Hasenhüttl, hatte er noch keinen Einblick in das System gehabt und daher eine Eingewöhnungsphase benötigt. Mittlerweile hat sich der 29-Jährige bei Ingolstadt einen Fixplatz erarbeitet und somit einen Traum erfüllt. "Natürlich bin ich froh, dass mir dieser Sprung von der Austria in die Deutsche Bundesliga gelungen ist. Diese Atmosphäre, das Niveau, das muss man erlebt haben."

Beides kann man nicht miteinander vergleichen. "Bei der Austria musste ich in erster Linie von hinten raus spielen, hier ist es ein anderes Spiel." Die vergangenen eineinhalb Jahre brachten ihn einen Schritt vorwärts, vor allem im körperlich Bereich habe er sich verbessert. "Das merke ich in den Zweikämpfen. Auch das Tempo ist in der Bundesliga ein viel höheres."

Vorfreude

Auf das neuerliche Duell mit Bale freut sich der gebürtige Hollabrunner, der in Wullersdorf im Weinviertel groß geworden ist. "Weil ich es immer super finde, gegen solche Top-Spieler anzutreten. Daher bereitet mir das Wales-Spiel sicherlich keine schlaflosen Nächte. Vor allem auch, weil wir als Mannschaft viel weiter sind als damals in Swansea."

Nachfolger

Suttner ist aktuell auf der linken Abwehrseite der Nachfolger von Ex-Kapitän Christian Fuchs, der nach der EURO den Rücktritt erklärt hat. Seit 2012 ist er Bestandteil des Nationalteams, hat bisher 14 Partien absolviert. In dieser WM-Qualifikation für die Endrunde 2018 in Russland sollten noch einige hinzu kommen. An der für ihn neuen Situation findet er durchaus Gefallen. "Natürlich ist es angenehm, wenn man zum Team kommt und weiß, dass die Chancen auf einen Einsatz größer sind."

Noch bei der EURO war Suttner in allen drei Vorrunden-Spielen jeweils über 90 Minuten zum Zuschauen verurteilt. Dafür war er in Georgien schon mit von der Partie.

Das Wiedersehen mit Real-Madrid-Star Gareth Bale bereitet Suttner jetzt schon Freude.

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