Salzburgs Roland Kirchler und Paschings Bozo Kovacevic, von rechts, im Zweikampf um den Ball im Fussball Bundesligaspiel Red Bull Salzburg gegen Superfund Pasching, am Samstag 6. Mai 2006 in Salzburg. (AP Photo/Kerstin Joensson)

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Westderby
08/03/2013

Kirchler schwärmt vom neuen Meister

Der Wacker-Coach gratuliert Salzburg zur Kontinuität – und jetzt schon zum Titel.

von Christoph Geiler

Mag sein, dass Roland Kirchler, ausgebufft wie er nun einmal ist, den Gegner einfach nur in Sicherheit wiegen will. Vielleicht erhofft er sich durch seine demonstrative Bauchpinselei aber auch ein wenig Erbarmen für das Westderby. Möglicherweise spricht aus dem Coach von Wacker Innsbruck aber tatsächlich die pure Überzeugung, wenn er bereits nach zwei von 36 Bundesligarunden behauptet: „Die sind einfach bärenstark. Salzburg hat für mich den Titel heuer schon gewonnen.“

Kirchler weiß, wovon er spricht. Im Spätherbst seiner Karriere war der Tiroler selbst einmal für die Bullen am Ball, er hat die ständigen Salzburger Kurswechsel und Kaufräusche hautnah mitbekommen. „Aber diesmal haben sie es das erste Mal geschafft, die Mannschaft über den Sommer nicht zu verändern. Daher ist jetzt in Salzburg viel weniger Unruhe als in anderen Jahren.“

Gekürzter Etat

Zumindest in dieser Hinsicht sind Wacker, wo mit der offiziellen Bestellung des neuen Präsidenten Josef Gunsch endgültig Ruhe eingekehrt ist, und Salzburg auf einer Wellenlänge. Sonst trennen die beiden Vereine Welten. „Aber wir haben gezeigt, dass wenig Geld auch Fußball spielen kann“, meint Kirchler, der im Sommer den Profietat auf 2,6 Millionen Euro kürzen musste. Das finanzielle Handicap kaschieren die Tiroler mit Leidenschaft. Oder, wie es Verteidiger Sebastian Siller ausdrückt: „Wir sind ein geiler Haufen ohne Stinkstiefel.“

Das scheinen mittlerweile auch die Tiroler Fans wieder zu honorieren. Nachdem das Westderby im Frühjahr nur 1500 Besucher angelockt hatte, soll nun die 10.000er-Marke geknackt werden. Roland Kirchler hofft derweil, dass die Salzburger mit ihren Gedanken bereits beim Europacup-Rückspiel in Istanbul sind. „Wir müssen sie zwingen, dass sie sich quälen müssen. Vielleicht fehlt ihnen dann der letzte Wille.“

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