Fußball
05/30/2016

Wertvollster Klub: Real muss sich Platz 1 teilen

Trotz sportlicher Krise ist Manchester United ex aequo Führender im KPMG-Ranking.

von Stephan Blumenschein

Es ist zumindest auf Klubebene das wichtigste Spiel im Jahr 2016 gewesen, das Champions-League-Finale im Mailänder San Siro. Wie vor zwei Jahren standen einander die beiden Madrider Großklubs Real und Atlético gegenüber. Die Königlichen siegten wie schon 2014 und müssen sich trotzdem den Titel "wertvollster Verein der Welt" mit einem in den letzten Jahren sportlich wesentlich weniger erfolgreichen Verein teilen.

Doppelspitze

Denn laut einer Studie der weltweit agierenden Wirtschaftsprüferkanzlei KPMG kommt Manchester United, für das in der Champions League schon in der Gruppenphase das Aus gekommen war, mit einem Unternehmenswert von 2,905 Milliarden ex aequo mit Real auf Platz 1 im Ranking der 32 führenden europäischen Vereine. Finalgegner Atlético Madrid nimmt mit einem Unternehmenswert von 592 Millionen Euro nur Rang 14 ein.

"Unsere Studie stellt eine detaillierte Analyse der öffentlich zugänglichen Finanzinformationen der 32 führenden europäischen Fußballvereine dar", erklärt Andrea Sartori, weltweiter Leiter des Sport-Bereichs bei KPMG; "Fußballvereine gehören aufgrund ihrer weltweiten Fangemeinde zu den Marken mit dem höchsten Wiedererkennungswert – dennoch ist ihr Wert im Vergleich mit anderen Unternehmen relativ gering."

Auch Barcelona top

An dritter Stelle rangiert noch ein Klub aus der spanischen Primera Division: Der FC Barcelona, als Titelverteidiger im Champions-League-Viertelfinale an Atlético gescheitert, kommt auf einen Unternehmenswert von knapp 2,8 Milliarden Euro.

Auf Platz vier landete Bayern München (Unternehmenswert 2,2 Milliarden Euro). Aus Deutschland schafften es drei Vereine in das Ranking der 32 wertvollsten Vereine Europas: neben den Bayern Borussia Dortmund (Rang 11) und Schalke 04 (Platz 13). Österreichischer Verein ist hingegen keiner in der KPMG-Rangliste vertreten. Auch nicht Grödig.

Drei Giganten

Durchaus interessant sind auch einige Teilaspekte: Die drei Vereine mit dem höchsten Unternehmenswert (Real Madrid, Manchester United und Barcelona) machen etwa ein Drittel des Gesamtwerts aller 32 Vereine aus. Die Städte-Bestmarke erreicht Manchester mit United auf Platz eins und City auf Platz sechs (gemeinsamer Unternehmenswert liegt bei 4,6 Milliarden Euro).

Im Ligaranking ist die englische Premier League vor der spanischen Primera Division die Nummer eins. Die italienische Serie A ist zwar mit sieben und damit mit den meisten Vereinen im Ranking vertreten, der Gesamtunternehmenswert der Teams liegt mit 3,1 Milliarden Euro jedoch 70 Prozent unterhalb jenem der englischen Klubs 10,2 Milliarden Euro).

Sechs Kriterien

Die Studie "The European Elite 2016. Football Clubs’ Valuation" bildet den Unternehmenswert der Klubs zum 1. Januar 2016. Grundlage ist eine Analyse der öffentlich verfügbaren Informationen zu den 32 bekanntesten Vereinen aus den Saisonen 2013/’14 und 2014/’15. Die Studie berücksichtigt neben dem Gesamtumsatz fünf Merkmale: Wirtschaftlichkeit, Beliebtheit, Eigentumsrecht am Stadion, Übertragungsrechte und sportliche Möglichkeiten.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.