Sport Fußball
10/10/2019

Warum Serge Gnabry bei Schweigeminute für Halle-Opfer grinste

Das Verhalten des Bayern-Stürmers vor dem Test zwischen Deutschland und Argentinien wird heftig diskutiert.

Serge Gnabry spielt wohl in der Form seines Lebens. Erst kürzlich erzielte er bei der Champions-League-Gala seiner Münchner Bayern gegen Tottenham vier Tore und betonierte somit seinen ohnehin sicheren Stammplatz in der Startelf des deutschen Rekordmeisters zu. Am Mittwochabend zeigte der quirlige Stürmer, wie wichtig er auch inzwischen auch für die deutsche Nationalmannschaft geworden ist. 

Gnabry erzielte in der Neuauflage des WM-Finales 2014 gegen Argentinien ein Traum-Tor und bereitete auch den zweiten Treffer von Kai Havertz vor. Doch darüber redet einen Tag nach dem 2:2 im Testspiel kaum einer. Schuld ist eine Szene, die sich vor dem Match in Dortmund ereignete.

"Halt die Fresse!"

Vor dem Anpfiff gab es nämlich eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags in Halle an der Saale. Während die meisten der 22 sich gegenüber stehenden Männer in sich gingen, konnte sich Gnabry einen Grinser nicht verkneifen. 

Was ging in dem 24-Jährigen eigentlich vor? Gnabry hörte ebenso wie die anderen 44.197 Zuschauer im Signal Iduna Stadion, wie ein Zuschauer mitten in der Schweigeminute plötzlich laut anfing, die deutsche Nationalhymne zu singen. Ein anderer Zuschauer zeigt Courage, ruft noch während der Schweigeminute in Richtung des respektlosen Fans "Halt die Fresse!"

Während die Zuschauer die Geste des protestierenden Fans mit Applaus honorierten, schwenkten die TV-Kameras auf Serge Gnabry, der mit einem Lacher auf die kuriose Szene reagiert. Und: Er war nicht allein, denn auch Tormann Marc-André ter Stegen, der Innenverteidiger Niklas Süle und Debütant Luca Waldschmidt mussten schmunzeln.