Sport | Fußball
31.03.2012

Wacker nimmt Kurs auf Europa

Die Innsbrucker klettern nach dem 2:0-Heimsieg über Schlusslicht Kapfenberg auf den fünften Tabellenrang.

Absteiger sehen irgendwie anders aus. Sie stürmen normalerweise nicht so frech drauf los. Sie suchen für gewöhnlich auch nicht ihr Heil in der bedingungslosen Offensive. Und dass so ein angehender Absteiger dann auch noch für Unterhaltung auf den Rängen und für extreme Unruhe beim Gegner sorgt, hat ohnehin Seltenheitswert.

Bei Schlusslicht Kapfenberg blinkt die rote Laterne bedrohlicher denn je. Doch davon dass für die Steirer in der Bundesliga schon bald die Lichter ausgehen, war beim Gastspiel am Tivoli wenig zu sehen. Wacker-Goalie Safar musste sich in der ersten Halbzeit mit Händen und Füßen gegen das fällige Verlusttor wehren. Allein zwischen der 37. und der 40. Minute kam Kapfenberg zu drei hochkarätigen Chancen.

Konter

In diesen Minuten offenbarte das Schlusslicht freilich auch, warum dieser Abstiegskampf so aussichtslos erscheint. Denn während vorne die Chancen verjuxt wurden, gerieten die Kapfenberger ausgerechnet in ihrer Sturm- und Drangphase in Rückstand. Wernitznig zirkelte nach einem Konter den Ball ins Eck - 1:0 (41.).

Die Innsbrucker hatten sich im Duell mit dem Tabellenletzten selbst in die Bredouille gebracht. Wacker-Trainer Kogler hatte die Spieler eindrücklich vor dem Nachzügler gewarnt und Effizienz und Cleverness vor dem Tor eingefordert. Ein Appell, der verpuffte, wie der vergebene Elfmeter von Schreter in der Anfangsphase (21.) beweisen sollte.

Mit der Führung im Rücken agierten die Tiroler nach Seitenwechsel abgeklärter. Und nach dem Ausschluss des Kapfenbergers Lucic (71.) hatte Wacker im Finish dann sowieso leichtes Spiel. Burgic sorgte nach einer Flanke von Schreter für die Entscheidung - 2:0 (75.).

Die Innsbrucker sind mit diesem Pflichtsieg weiter auf der Überholspur unterwegs. In der Tabelle zog Wacker an Sturm und der Admira vorbei und liegt mittlerweile bereits an fünfter Stelle. Auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen. "Wir haben immer an unsere Europacupchance geglaubt", erklärte Christopher Wernitznig, "in dieser Liga ist nämlich alles möglich."

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