Vor 140 Jahren: Der erste Fußballer, der für Geld kickte

Vor 140 Jahren: Der erste Fußballer, der für Geld kickte
Englands FA-Cup ist der älteste Fußballbewerb und der wichtigste für die Professionialisierung des Spiels. Verantwortlich ist ausgerechnet ein Schotte.

Es gab eine Zeit, in der es als peinlich galt, wenn man vom Fußball gut leben konnte. Der Vater von Fergus Suter schämte sich für jene sechs Pfund, die sein Sohn alle drei Wochen für dessen Fußballkünste beim Darwen FC im Norden Englands bekam. Das war im Jahr 1879. Fußball war in der Anfangszeit per Regulativ ausschließlich Amateuren vorbehalten, oder – besser gesagt – Menschen, die es sich leisten konnten, nicht wirklich arbeiten zu müssen. Fergus Suter brach mit dieser Tradition – und mit der Elite im viktorianischen England.

Der erste Fußballprofi der Geschichte legte den Grundstein dafür, dass das Spiel zum Volkssport werden konnte – und zum zweiten großen Massenphänomen unserer Zeit: Dem bewegten Ball folgte Jahrzehnte später das bewegte Bild.

Englische Volksseele

Dass Fergus Suter in der Fußball-Historie dennoch nur eine Randnotiz gewidmet ist, mag im englischen Mutterland auch daran liegen, dass er Schotte war. Eine späte Würdigung ist seit einigen Wochen auf der Streaming-Plattform Netflix zu bestaunen.

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