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Von zwei Rapid-Serien muss in Moskau die richtige enden

Rapid hat in Russland bisher immer gepunktet, aber heuer im Ausland alle Spiele verloren.

From Russia with love – bei den bisherigen Russland-Reisen von Rapid gab es Gastgeschenke durch die Hausherren: Sieben Spiele, null Niederlagen lautet die verblüffende Bilanz. Darunter finden sich historische Erfolge wie das 1:0 in Moskau, als gegen Lok 2005 die letzte Teilnahme an der Champions League gefeiert wurde. Oder das „Wunder von Kasan“, als der wieder mitgeflogene nunmehrige Talente-Manager Steffen Hofmann nach einer 0:2-Heimniederlage in Kasan 2004 mit zwei Toren das 3:0 einleitete. Oder das 1:0 in Moskau, als das Team rund um Didi Kühbauer 1996 auf dem Weg ins Europacup-Finale auch von Dinamo nicht zu stoppen war.

„Heute wollen wir überraschen“, sagt Kühbauer, der Trainer. Und das wäre mitten in der Krise: ein Punktgewinn. Diesen benötigen die Grünen ab 16.50 Uhr (18.50 Ortszeit), um im Rennen um den Aufstieg zu bleiben.

Bisher ist dieser Europacup-Herbst zweigeteilt. Zu Hause hui, mit drei Siegen und dem 0:0 gegen Villarreal. Auswärts pfui, mit vier Niederlagen (auch wenn jene in Bukarest dank des Aufstiegs in die Gruppenphase bejubelt werden durfte).

Ausgerechnet für den ultimativen Punktzwang muss improvisiert werden: Kaum war das Ende der Verletzungsmisere bejubelt worden, fehlten im Flieger schon wieder vier Stammspieler. Murg ist erkrankt. „Bei ihm hoffe ich auf einen Einsatz in Innsbruck“, blickt Kühbauer auf den Liga-Sonntag. Auch bei Ivan könnte das Comeback gegen Wacker gelingen, Dibon und Pavlovic werden länger fehlen.

Umgestellt

„Offensiv sind die Ausfälle schwerwiegend, da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagt der Chefcoach. Da Potzmann beim 2:0-Heimsieg gegen Spartak links hinten überragend gespielt hatte, könnte Bolingoli links eine Reihe vor dem variablen Außenverteidiger aufgeboten werden. Das eklatante Formloch von Alar könnte Berisha oder Guillemenot zu einem Einsatz ganz vorne verhelfen. „Eines ist sicher: Den Schobi werde ich nicht verheizen“, sagt Kühbauer über den Sprinter.

„Bei Spartak ist seit dem Trainerwechsel neue Energie drinnen“, hat Kühbauer festgestellt. Coach Kononow wurde um 3,2 Millionen Euro von Arsenal Tula gekauft, hat die unter Ex-Trainer Carrera in Ungnade gefallenen Stars zurückgeholt und am Sonntag mit einem 3:1 gegen Samara die Abwärtsspirale gestoppt. Alexander Huber