Sport | Fußball 22.04.2012

"Von der Schokoladeseite "

Reaktionen zu den Bundesliga-Spielen.

Innsbruck – Wr. Neustadt 2:0

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es war ein wichtiger Sieg, weil wir damit im Kampf um die Europacup-Plätze dranbleiben. Wir wissen zwar, dass es schwierig ist, aber warum sollen wir nicht einmal zwei Siege hintereinander feiern. Es war ein schweres Spiel, weil es ein Pflichtsieg war. In der ersten Hälfte haben wir Chancen ausgelassen, aber wir beherrschen die Kunst, bei vergebenen Chancen immer noch ein Schäuferl zuzulegen. Das haben wir gemacht. Noch dazu ist die Abwehr sehr gut gestanden."

Peter Stöger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Es war eine Partie, die wir nicht verlieren hätten müssen. Wir hatten auch unsere Chancen. Aber wenn wir diese nicht verwerten, müssen wir einfach auf ein 0:0 spekulieren und dann passieren hinten halt auch immer wieder Fehler. Wir müssen unsere Chancen endgültig ausnützen und da funktioniert bei uns die Umsetzung nicht. Wir sind zwar zwölf Punkte vor Kapfenberg und für alle durch, doch so lasse ich es nicht stehen, denn ein Lauf ist relativ schnell da. Für uns wird es wichtig sein noch Punkte zu machen, sechs brauchen wir noch."

Marcel Schreter (Wacker-Innsbruck-Torschütze): "Wir sind geduldig geblieben und haben das Spiel verdient gewonnen. Wir haben die drei Punkte eingeplant gehabt und das haben wir geschafft. Die zwei Tore waren schön herausgespielt."

Kapfenberg - Austria 1:0

Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): "Wir waren heute die absolut dominante Mannschaft und der Austria vor allem vor der Pause in allen Belangen überlegen. Die Rückkehr der drei gesperrten Spieler (Sencar, Nathan Junior, Lovin, Anm.) hat unsere Qualität erhöht. Ich habe im Fußball schon viel erlebt, aber so viel Dramatik wie heute am Ende muss ich nicht alle Tage haben."

Sanel Kuljic (Kapfenberg-Torschütze): "Es war eine chaotische Partie. Wir waren die bessere Mannschaft und hätten schon 3:0 führen müssen. Im Endeffekt war der Sieg glücklich, aber hoch verdient. Ich war mir sicher, dass ich den Elfmeter reinmache. Mir muss man nicht gratulieren, sondern der Mannschaft."

Ivica Vastic (Austria-Trainer): "Unsere Leistung war nicht berauschend. Wir haben schlecht gespielt. Nach vorne haben wir nicht viel gebracht, wir hatten keine Durchschlagskraft. Im Frühjahr sind wir gegen Kapfenberg schon zum zweiten Mal vom Schiedsrichter benachteiligt worden. Im ersten Spiel wurde ein reguläres Tor aberkannt, und jetzt wurde ein fragwürdiger Elfmeter gegeben. Wir haben drei Ausfälle von Stammspielern gehabt. Das waren Leute, die zuletzt starke Leistungen gebracht haben. Die heute auf dem Platz gestanden sind, haben ihre Chancen nicht genützt."

Salzburg – Ried 2:0

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Wir haben heute wieder gegen einen starken Gegner kämpfen müssen. Mit dem Sieg haben wir vorlegen können. Ich habe viele gute Dinge gesehen. Jantscher hat, wie einige andere auch, bewiesen, dass er sich sehr gut entwickelt hat. Das Foul von Mendes war nicht mit Absicht. Soweit kenne ich ihn, aber es war eine dumme Aktion. Es war eine Unachtsamkeit wie in der vergangenen Woche, das muss raus. Wir haben dem Gegner in einer dominanten Phase damit noch einmal eine Chance gegeben."

Gerhard Schweitzer (Ried-Trainer): "Salzburg hat sich von der Schokoladeseite präsentiert. Sie haben nicht gewankt, waren topeingestellt und man hat gemerkt, dass sie den Sieg unbedingt wollten. So müssen wir Salzburg ganz fair zum Sieg gratulieren. Die Klasseaktion beim ersten Gegentor war der Knackpunkt, das war gerade in einer Phase, in der wir das Spiel ein bisschen in den Griff bekommen haben. Es ist momentan einfach so, dass wir nach vorne nicht die Klasse haben, um in so einem Spiel dagegenzuhalten."

Jakob Jantscher (Salzburg-Torschütze): "Wir haben es in der ersten Hälfte verabsäumt, aus den vielen Chancen ein Tor zu machen. Da wäre es sicher leichter für uns geworden. Aber Gott sei Dank haben wir die Tore dann nach der Pause gemacht und auch verdient gewonnen."

MattersburgAdmira 1:2

Franz Lederer (Trainer Mattersburg): "Wir waren in der zweiten Hälfte die klar bessere Mannschaft, haben sehr schnell in die Tiefe gespielt und gute Torchancen gehabt, die wir aber nicht nutzen konnten. Dieses Spiel haben wir ungeschickt verloren und trotz eines guten Spiels durch zwei Fehler Tore bekommen. Spielerisch war es aber so, wie ich es mir vorstelle."

Ilco Naumoski (Mattersburg): "Ich bin enttäuscht. Wir waren 70 bis 80 Minuten die besser Mannschaft und haben eigentlich mit zwei Eigentoren verloren. Wir haben sehr guten Fußball gezeigt, es ist wirklich schade, dass wir verloren haben. Es war ein glücklicher Admira-Sieg, aber wir können erhobenen Hauptes rausgehen."

Dietmar Kühbauer (Trainer Admira): "Das haben wir uns heute etwas anders vorgestellt. Das System hat nicht funktioniert, es war ein müder Kick. Mit dem Tor in der ersten Hälfte haben wir uns selbst ein Ei gelegt. Das Spiel ist erst mit dem Ausgleich interessanter geworden. Jezek hat heute mit dem schönen Tor seine Stärke gezeigt. Mit drei Punkten bin ich natürlich zufrieden, aber es ist noch ein weiter Weg in den Europacup."

Gernot Plassnegger (Admira): "Das war ein Kampfsieg. Wir haben in der ersten Hälfte gut gespielt, in der zweiten den Kampf angenommen und das Tor gemacht. Es war wichtiger Sieg. Wir haben drei Punkte gemacht und das zählt heute."


Rapid – Sturm 1:1

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt, uns ist aber das zweite Tor nicht gelungen. Mit dem Ausgleich von Sturm ist die Partie gekippt, da war Sturm dann richtig gut und wir haben uns schwergetan, wirklich torgefährlich zu werden und sind auch wieder unsicher geworden. Da war es dann ein ganz anderes Spiel. Gott sei Dank hat Burgstaller getroffen, er hat schon gehadert. Es war ein typisches Burgstaller-Tor. Wenn er trifft, dann sind es tolle Tore."

Thomas Kristl (Sturm-Graz-Trainer): "Die Mannschaft hat eine hervorragende Leistung abgeliefert. Nur in der ersten Halbzeit nach dem 0:1 haben wir massive Probleme gehabt, da hat Rapid auch gute Chancen gehabt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns wieder gefangen und sehr gut nach vorne gespielt. Wir haben einen Punkt gut gemacht auf die Mannschaften, die vor uns stehen. Mit den beiden Unentschieden gegen Salzburg und Rapid können wir leben, in den nächsten Wochen muss aber auch der eine oder andere Sieg dazukommen."

Guido Burgstaller (Rapid-Torschütze): "Wir sind alle enttäuscht. In der ersten Hälfte hätten wir mindestens zwei, drei Tore schießen müssen. Uns hat die Kaltschnäuzigkeit und ein bisschen das nötige Glück gefehlt. Es ist schade, da wir in der ersten Hälfte wirklich einen tollen Fußball gespielt haben. Leider haben wir zwei Punkte verloren, wir müssen das Spiel abhaken und nach vorne schauen."

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Erstellt am 22.04.2012