Sport | Fußball
28.11.2017

Vienna: OGH bestätigt Zwangsabstieg in 2. Landesliga

Der älteste Klub Österreichs muss den Zwangsabstieg in die fünfte Leistungsstufe antreten. Dort wird man wohl die nächsten eineinhalb Saisonen verbringen.

Die Vienna ist nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes (OGH) vom 15.11.2017 nicht mehr berechtigt, die laufende Saison in der Regionalliga-Ost weiterzuspielen. Das vermeldet der Verein auf seiner Homepage. Damit muss der Klub den Zwangsabstieg in die 2. Landesliga - die fünfte Leistungsstufe - antreten. Es wird der Platz der zweiten Mannschaft eingenommen.

Die Situation wird dort aber nicht unbedingt leichter. Die zweite Mannschaft befindet sich aktuell mit 19 Punkten lediglich auf dem achten Tabellenplatz. Auf den Erstplatzierten, WAF Brigittenau, fehlen bereits 21 Zähler. Womit die Vienna mit ziemlicher Sicherheit die nächsten eineinhalb Saisonen in der 2. Landesliga verbringen wird.

"Nehmen Entscheidung zur Kenntnis"

"Wir nehmen die Entscheidung des OGH zur Kenntnis und werden die soeben zur Verfügung gestellte Begründung gemeinsam mit unseren Anwälten analysieren. Im Rahmen einer außerordentlichen Präsidiumssitzung werden wir die Auswirkungen diskutieren und zeitnah die erforderlichen Entscheidungen für unsere Strategien treffen. Jetzt heißt es professionell weiterarbeiten und sich an unseren mittel- und langfristigen Zielen zu orientieren, um so den Erfolg wieder zurück auf die Hohe Warte zu bringen", wird Gerhard Krisch, Geschäftsführer der Vienna, zitiert.

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) begrüßte das Urteil. "Der OGH hat erfreulicherweise die Rechtsansicht der Verbände bestätigt. Diese Entscheidung gewährleistet einen fairen Wettbewerb innerhalb einer Liga. Über die folgenden Schritte werden die zuständigen Gremien zeitnah beraten", wurde ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer am Dienstag in einer Verbandsmitteilung zitiert.

Die Vienna hätte eigentlich bereits im Sommer - durch die Insolvenz - absteigen sollen. Allerdings "nur" in die Stadtliga (4. Spielklasse). Doch der Verein kämpfte die Entscheidung an. Es wurde ein Revisionsrekurs inklusive Antrag auf aufschiebende Wirkung eingebracht. Diesem wurde vom Bezirksgericht Leopoldstadt stattgegeben. Weshalb die Vienna nun auch die erste Saisonhälfte in der Regionalliga wie geplant absolviert hatte.