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Sport Fußball
11/26/2021

Umbau in St. Pölten: Ein alter Bekannter soll dem SKN helfen

Neustart beim Absteiger: Wolfgang Gramann ist ein heißer Kandidat für den Managerposten beim SKN. Jan Schlaudraff wird Sportchef.

von Alexander Huber

In Hütteldorf endet für St. Pölten das Fußballjahr. Der Selbstanspruch des SKN wäre ein Duell mit den Profis, tatsächlich wartet am Samstag in der 2. Liga nur Rapid II. Seit dem Abstieg müht sich der teuerste Kader in der 16er-Liga ab, selbst mit einem Sieg ist der Sprung in die obere Tabellenhälfte zum Start der Rückrunde unmöglich.

Logisch, dass bei der ersten Enttäuschung der zweiten Liga mehrere Veränderungen anstehen. Nur das Trainerduo Helm/Pogatetz soll noch mehr Zeit fürs Angriffspressing bekommen. Ihre Vorgesetzten werden neu besetzt.

Wenig Erfahrung

Der künftige Sportdirektor kommt wohl auf Empfehlung von Kooperationspartner Wolfsburg. Jan Schlaudraff schaffte es als Spielmacher bis zu den Bayern, als sportlich Verantwortlicher stehen beim 38-Jährigen aber nur sechs Monate bei Hannover.

Ein Deutscher, der die Liga nicht kennt, soll den SKN verbessern? SKN-Präsident Helmut Schwarzl sagt nach mehreren Besuchen von Schlaudraff: „Es ist noch nichts unterschrieben, er ist aber schon dabei, Österreichs Fußball kennenzulernen. Allen Beteiligten ist klar, dass das dann schnell gehen muss.“

Satellitenklub für VW?

Dass St. Pölten künftig nur noch eine Außenstelle des VW-Konzerns wie Liefering für Red Bull sei, weist Schwarzl zurück: „Wir werden ganz sicher kein Satellitenklub.“ Aber auch der Boss gesteht, „dass es nach dem Abstieg ohne die Partnerschaft mit Wolfsburg und VW ganz schwer geworden wäre“.

Etwas Lokalkolorit ist beim Nachfolger von Andreas Blumauer gefragt. Der General Manager ist in seine Nachfolgersuche involviert. Ein alter Bekannter ist laut KURIER-Recherchen ein heißer Kandidat: Wolfgang Gramann, 58.

Der Niederösterreicher sammelte als ÖFB-Generalsekretär und Mediendirektor, Manager bei Red Bull Salzburg und als Unternehmensberater Erfahrung. Als externer Berater ist der frühere Admira-Verteidiger dem SKN seit einem Jahrzehnt verbunden.

Gramann sagt zum KURIER: „Es hat ein Gespräch mit dem Vorstand gegeben, und ja, ich habe mich als SKN-Geschäftsführer Wirtschaft beworben."

Das Auswahlverfahren geht ins Finale: "Es gibt mehrere Bewerber, aber noch keine Entscheidung.“

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