Türkei: Hiddink droht mit Rücktritt

Am 6. September spielt die Türkei in Wien. Sitzt Hiddink dann noch auf der Bank?
Foto: reuters

Falls auch Spiele der türkischen Nationalmannschaft manipuliert waren, geht er.

Erfolgscoach Guus Hiddink könnte am Mittwochabend in Istanbul beim Spiel gegen Estland zum letzten Mal als Teamchef der Türkei amtieren.

Der 64-jährige Niederländer hat nämlich gegenüber Medien in seinem Heimatland angekündigt, dass er zurücktreten werde, sollten sich die Manipulationsvorwürfe gegen das türkische Team bewahrheiten. Die Türkei trifft in der EM-Qualifikation am 6. September im Ernst-Happel-Stadion in Wien auf Österreich.

"Der Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Er ist eine wunderschöne, große Industrie, die vielen Menschen Arbeit gibt. Doch das ist kein Freibrief dafür, dass man sich solche Dinge erlauben kann. Der Fußball ist zu wichtig, als dass man an ihm herumpfuschen darf", wurde Hiddink in der niederländischen Zeitung "De Volkskrant" zitiert.

Der türkische Fußball muss sich derzeit mit dem größten Skandal seiner Geschichte befassen. Mehr als 30 Funktionäre, Trainer und Spieler sind im Zuge der Manipulationsvorwürfe bereits verhaftet worden. Auch Spiele der türkischen Nationalmannschaft sollen manipuliert worden sein. "Ich habe meinen Spielern gesagt, dass es nun an ihnen liegt, zu zeigen, dass der türkische Fußball normal und sauber ist", betonte Hiddink im Vorfeld des freundschaftlichen Länderspiels gegen die Esten.

(apa / jos) Erstellt am
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