Dominik Weixelbraun jubelt für die Juniors OÖ

© GEPA pictures/GEPA pictures/ Christian Moser

Sport Fußball
08/24/2021

Trotz starker Akademie: Wie St. Pölten Top-Talente entgangen sind

Zehn Spieler des zuletzt abgegangenen Jahrgangs 2003 haben einen Profivertrag. Jedoch nur einer davon beim SKN.

von Andreas Heidenreich

Der Weg zum Profi ist steinig. Viele probieren es, nur wenige schaffen es. Als Gegenbeispiel dient jene Mannschaft, die in der vorigen Saison altersbedingt aus der Akademie St. Pölten ausgeschieden ist. Nicht weniger als zehn von 18 Spielern des Jahrgangs 2003 haben in dieser Saison einen Profivertrag, die restlichen acht sind im Amateurfußball gelandet.

Die Zahl zehn wirkt wie ein Fabelwert weit abseits der Norm, bestätigt Alexander Gruber, Geschäftsführer der Akademie, die durch den starken Output in diesem Jahr ihren guten Ruf pflegen konnte: „Bei fünf pro Jahrgang sagt man normal schon: Da hast du viel richtig gemacht. Im Schnitt ist es eine knappe Handvoll, die einen Profivertrag unterschreibt.“

Klingt, als wären die Aussichten für St. Pöltens Profifußball rosig. Allerdings: Nur einer der zehn Jungprofis spielt beim ansässigen Profiklub SKN.

Er hört auf den Namen Din Barlov, der Stürmer hat es in der noch jungen Saison der 2. Liga in fünf Runden immerhin auf vier Einsätze gebracht. Der Rest der starken Zehn kickt wo anders. Emilian Metu, der es vorige Saison als Kooperationsspieler zwischen Akademie und SKN auf ein Bundesliga-Debüt gebracht hat, wurde gar von den Bayern geködert, wo er in der zweiten Mannschaft spielt. Torhüter Kilian Scharner, der Neffe von Ex-Teamspieler Paul, wechselte zu Stuttgart. Stürmer Jakob Knollmüller entschied sich für Hoffenheim. Doch die St. Pöltner Talente wurden nicht nur von namhaften Klubs aus dem Ausland angelockt.

Christoph Zotter nahm ein Angebot von Sturm Graz an. Die restlichen fünf spielen nun für Liga-Konkurrenten des SKN. Philipp Eichberger wurde vom SV Horn engagiert und Jan Kirchmayer spielt bei Rapid II. Ein ganzes Trio sicherte sich der LASK: Dominik Weixelbraun, Jordan Philipsky und Sebastian Schwarz wurden vom FC Juniors OÖ mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet und sollen via Kooperationsklub an die Bundesliga herangeführt werden. Der 17-jährige Weixelbraun überzeugte unter anderem mit zwei schönen Toren.

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Zu spätes Bemühen

Warum aber bemüht sich der SKN nicht um die Talente vor der eigenen Haustüre? „Sie waren zu spät dran, wenn man erst im letzten Akademiejahr damit beginnt, mit Spielern in Kontakt zu treten, dann kann es am Ende des Tages zu spät sein“, sagt Akademie-Chef Gruber.

Und der SKN? General Manager Andreas Blumauer war für eine persönliche Stellungnahme nicht zu erreichen, ließ aber ausrichten:

„Wir sehen die Entwicklung der Zusammenarbeit mit der St. Pöltner Akademie in den letzten Jahren positiv: Mit Din Barlov, Marcel Tanzmayr, Mario Vucenovic, Fabian Steininger und David Riegler stehen derzeit fünf junge Akademie-Abgänger aus den letzten Jahrgängen im Kader unserer Profis, die großteils bereits Einsatzminuten in dieser Saison gesammelt haben und so die nötige Plattform für ihre sportliche Entwicklung bekommen. Auch der Transfer von Emilian Metu zum FC Bayern München II am Ende der abgelaufenen Saison in ein Verdienst dieser Zusammenarbeit. Mit Dominik Krautgartner, dem sportlichen Leiter der Juniors, wurde außerdem eine neue Schnittstelle zur Akademie geschaffen, um die Kommunikation zwischen dem Verein und der Akademie weiter zu verbessern. Das neue Trainerduo Stephan Helm/Emanuel Pogatetz steht zudem im ständigen Austausch mit den Verantwortlichen der Akademie, um die aus unserer Sicht sehr wichtige Zusammenarbeit weiter voranzubringen.“

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