Ex-Sturm-Trainer Romasn Mählich.

© APA/EXPA/THOMAS HAUMER / EXPA/THOMAS HAUMER

Sport Fußball
06/05/2019

Trainerfriedhof Bundesliga: Sturm-Trennung von Mählich fix

Der Wiener muss trotz Europacup-Qualifikation die Grazer verlassen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

von Stephan Blumenschein

Mit Heiko Vogel war Sturm Graz in die Saison 2018/'19 gegangen, mit Roman Mählich wurde diese am Sonntag mit der Europacup-Qualifikation beendet. Trotz des Erreichen des Saisonziels wird der Cupsieger des Jahres 2018 mit einem neuen Trainer in die Saison gehen. Die Trennung wurde in der Vorstandssitzung am Dienstagabend beschlossen und wurde am Mittwochnachmittag kurz vor 16 Uhr vom Grazer Erstligisten offiziell verlauitbart.

Der 47-jährige Mählich hatte schon Stunden davor aus dem Urlaub auf Sardinien der Kleinen Zeitung bestätigt: "Ja, es stimmt! Ich bin nicht mehr Trainer von Sturm." Von ihm wurde seitens des Vorstandes keine Stellungnahme über den Verlauf der Saison angefordert. "Nein, meine Sicht auf die abgelaufene Saison war nicht gefragt", sagte Mählich weiter.

Mählichs Vertrag bei Sturm wäre bis Sommer 2020 gelaufen. Er war seit Mitte November des Vorjahres Coach der Steirer und schaffte mit dem Team den Sprung in die Qualifikation zur Europa League. In insgesamt 20 Partien erreichte der 47-Jährige acht Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen. Sturm wird in den kommenden Tagen einen neuen Cheftrainer präsentieren, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Die Grazer schafften im Play-off gegen Rapid zwar den Einzug in die Qualifikation für den Europacup, die Auftritte der Mannschaft sorgten aber im Lager der Fans für rege Kritik. Nach dem 0:1 gegen Rapid am vergangenen Sonntag, das nach dem 2:1 in Wien reichte, sagte der ehemalige Sturm-Profi: „Die Erwartung bei Sturm sind eine Topleistung und Topergebnisse. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, geraten alle unter Beschuss.“