Trainer Moniz lässt die Muskeln spielen

Moniz fuhr nur mit 19 Spielern nach Lettland.
Foto: apa

Salzburgs Trainer überrascht vor der Europa-League-Quli in Lettland mit eigenwilligen Personalentscheidungen.

Ricardo Moniz mag sympathischer sein als sein Vorgänger Huub Stevens. Aber in seinen Personalentscheidungen ist der neue Salzburg-Trainer ebenso eigenwillig wie sein im April verabschiedeter Landsmann.

Nur 19 Spieler durften am Mittwoch die Reise nach Lettland zum Hinspiel in der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation bei Liepajas Metalurgs (20.30 Uhr, live ORFeins, KURIER.at-Ticker) mitmachen. Neben den Langzeitverletzten Franz Schiemer, David Mendes da Silva und Douglas sowie dem aussortierten Nikola Pokrivac mussten auch die U-20-WM-Starter Georg Teigl und Daniel Offenbacher zu Hause bleiben. Dafür wurde mit Joaquin Boghossian ein Spieler mitgenommen, der ebenfalls zum Verkauf steht.

Kurzeinsatz

Während bei Offenbacher die Entscheidung keine Überraschung ist, nachdem der Mittelfeldspieler beim letzten Test gegen Lyon kurz nach seiner Einwechslung von Moniz ohne Begründung ("Das klären wir intern") wieder ausgewechselt wurde, kommt die Degradierung von Teigl unerwartet. Denn noch am Freitag stand der 20-Jährige beim 1:0 gegen den französischen Spitzenklub in der Startelf. Für Moniz war er so unverzichtbar, dass man ihn partout nicht für die U-20-WM in Kolumbien abstellen wollte.

Am Wochenende kam es nach Protesten des ÖFB bei Moniz zu einem Sinneswandel: Nun ist Teigl in Lettland nicht dabei, weil er kommende Woche ins WM-Team einrückt. Marco Meilinger, ebenfalls ein WM-Starter, wurde hingegen trotzdem mitgenommen.

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(kurier) Erstellt am
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