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Sport Fußball
12/08/2020

Struber hat für New York Spieler aus Österreich "im Blick"

Der Salzburger plant derzeit von seiner Heimat aus die neue Saison in der Major League Soccer.

Gerhard Struber plant derzeit aus seiner Salzburger Heimat die neue Saison mit seinem Klub New York Red Bulls. Einige wesentliche Punkte wie etwa die Kaderzusammenstellung oder der genaue Termin des MLS-Saisonstarts sind zwar noch offen, dennoch verströmte der Coach am Dienstag in einem Online-Pressegespräch schon große Zuversicht. „Wir haben sehr ambitionierte Ziele“, sagte Struber.

Der 43-Jährige wechselte im Oktober vom englischen Zweitligisten Barnsley zu den Red Bulls, die er bisher nur in einem Match coachte. In der ersten Play-off-Runde setzte es am 21. November ein 2:3 gegen Columbus Crew, damit war die Spielzeit beendet.

Die kommende Saison beginnt wohl Anfang März, die Vorbereitung darauf darf gemäß MLS-Vorgaben erst sechs Wochen davor aufgenommen werden. In dieser Zeit will Struber die Basis für ein erfolgreicheres Abschneiden als im Vorjahr legen. „Dazu braucht es aber Kaderqualität in der Spitze und in der Breite. Da wollen wir Veränderungen anstreben, mit dem Wissen, dass es durch den Salary Cap nicht so easy und locker wie in Europa ist. Wir wollen nicht Unmengen an Geld ausgeben und ins Blaue investieren, sondern genau hinschauen, welche Spieler hungrig genug sind, unseren Weg mitzugehen.“

Ob Kicker aus Österreich und im Speziellen von Red Bull Salzburg oder Partnerclub Liefering nach New York gelotst werden könnten, ließ Struber offen und meinte lediglich: „Wir haben auch Spieler aus Österreich im Blick.“

Der einzige österreichische Kicker in seinem aktuellen Kader, Daniel Royer, werde auch 2021 eine wichtige Rolle spielen, kündigte Struber an. Im Gegensatz dazu wurde der Leihvertrag mit Samuel Tetteh nicht verlängert, der ghanaische Stürmer kehrt damit im Winter zum österreichischen Meister zurück.

Philosophie-Vorsprung

Für die „Bullen“ arbeitete Struber als Trainer unter anderem im Akademie-Bereich und bei Liefering, ehe die Stationen WAC und Barnsley folgen. Nun dockte der Salzburger wieder in der Red-Bull-Fußballwelt an. „Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man die Philosophie schon kennt“, sagte Struber, der in ständigem Austausch mit Salzburg-Trainer und Ex-New-York-Coach Jesse Marsch steht.

Die Major League Soccer ist laut dem Salzburger „von der technischen Ausprägung her“ über die österreichische Bundesliga zu stellen. „Aber von der taktischen Ausrichtung her kann man als Trainer viel Einfluss nehmen.“

Voraussichtlich Anfang oder Mitte Jänner fliegt Struber wieder nach New York. Seine Frau und die beiden Kinder - die Tochter maturiert im Juni, der elfjährige Sohn spielt in Salzburgs Red-Bull-Nachwuchs - sollen im Sommer folgen. „Dann wollen wir das Familienleben haben, das wir uns alle vorstellen.“

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