Ungewohnte Zaungäste in Hernals: Celtic-Fans sahen ihrem Team auf die Füße.

© Mirad Odobasic

Sport | Fußball
06/29/2019

Testspiel: Celtic wackelte stark in Hernals

Nur 1:2: Der Wiener Sport-Club zeigte Schottlands Rekordmeister Celtic die Zähne.

Darüber wird der Sport-Club-Fan seinem Enkelkind gern erzählen: Drei Minuten lang lag man gegen den 50-fachen schottischen Meister Celtic in Führung. „Erzähl mal, wie war das denn?“, fragte einer der 4682 Anwesenden etwas ungläubig seinen Nebenmann. Ins Gespräch mit einem schottischen Fan vertieft, verpasste er den sehenswerten Freistoß von Jakov Josic aus fast 30 Metern, der die Hernalser in Führung brachte.

Die Freude darüber währte nicht lange, denn im Gegenzug fiel nach einem Patzer des Sport-Club-Goalies Patrick Kostner das 1:1. Drei Minuten vor dem Ende setzten die Schotten den Deckel drauf, es traf ausgerechnet einer, den man in Wien beinahe öfter zu Gesicht bekommen hätte können. Der zu Jahresbeginn von Rapid umworben gewesene Ivorer Vakoun Issouf Bayo traf zum 2:1-Endstand.

Im Finish hatte man auf der Friedhofstribüne nochmal den Torschrei auf den Lippen, doch der Köpfler von Niklas Szerencsi wurde auf der Linie abgewehrt. Der Ausgleich wäre gar nicht unverdient gewesen, machte der Ostligist doch ein ordentliches Spiel. Und die teilweise erschreckende Ineffizienz der Gäste, die einige hundertprozentige Chancen liegen gelassen hatten, gehörte eigentlich bestraft.

Großklubs brechen auf

Die Wiener Austria bricht heute zum Trainingslager nach Loipersdorf auf. Mit von der Partie sind auch die Neuzugänge Caner Calvan, Maudo Jarjue, Johannes Handl, Stephan Zwierschitz sowie Offensiv-Zugang Benedikt Pichler. Zudem könnte auch noch Tarkan Serbest, der an den türkischen Klub Kasimpasa verliehen war, länger Violett tragen. „Ich könnte mir Serbest sehr gut in der Matic-Position vorstellen“, sagt Trainer Christian Ilzer. Am Freitag gab es einen 11:0-Kantersieg gegen Bad Erlach. Rapid testete gestern, bei der 2:3-Niederlage in Melk gegen Bohemians Prag trafen Stefan Schwab (Elfer) und Christoph Knasmüllner für die Hütteldorfer, die unmittelbar danach zum Trainingslager in Bad Zell aufbrachen.