Denkerpose: Weiß Marcel Koller wohin er sich wenden wird? Die Spekulationen sind weiterhin reichhaltig.

© APA/ROBERT JAEGER

Das Tauziehen
10/19/2013

Kollers Nachdenkpause in der Schweiz

Teamchef Koller ist in Zürich, lässt Nürnberg warten und hat einen Termin beim ÖFB.

von Günther Pavlovics, Bernhard Hanisch

Zwei Teamchefs, einer aus Österreich, der andere aus der Schweiz, klare Bekenntnisse und verschwommene Andeutungen – es brodelt in der Gerüchteküche.

Wird Marcel Koller nach der WM 2014 Schweizer Teamchef, oder bleibt er doch in Österreich?

Beim Schweizer Nachbarn hat nach der Ankündigung von Ottmar Hitzfeld, er werde nach der WM seine Trainer-Karriere beenden, das große Teamchef-Suchspiel begonnen. Die Boulevard-Zeitung Blick lässt auf ihrer Homepage die User abstimmen. Sie listet mögliche Kandidaten auf. Ganz oben steht der Name Marcel Koller.

Außerdem kommen noch Gladbach-Trainer Lucien Favre und der arbeitslose Christian Gross vor. Im Laufe des Tages hatte Favre mit fast 25 Prozent die Nase knapp vor Koller. In sicherem Abstand folgte der Schweiz-Italiener Roberto di Matteo, der Chelsea zum Champions-League-Sieg gecoacht hat.

Warteschleife

Koller wollte sich ein Angebot von Nürnberg genau anschauen. Das hat er wohl zu genau, und vor allem zu lange, gemacht. Denn der diese Saison noch sieglose deutsche Bundesligist hat nach einem Bericht des deutschen Fußball-Magazins Kicker offensichtlich einen anderen Trainer gefunden.

Der Niederländer René Meulensteen soll Nachfolger von Michael Wiesinger werden und bereits am Sonntag oder Montag einen Vertrag unterschreiben.

Der 49-Jährige arbeitete jahrelang als Assistenztrainer von Alex Ferguson bei Manchester United. Im Sommer des Jahres 2013 wechselte er mit Landsmann Guus Hiddink zum russischen Erstligisten Machatschkala, wo er nach Hiddinks Abgang in diesem Sommer sogar für zwei Wochen Cheftrainer war, ehe schließlich auch er den Klub verlassen musste.

Am Samstag in Frankfurt wird aber noch Interimstrainer Roger Prinzen, der jahrelang in Österreich für Austria Lustenau spielte, auf der Bank der Nürnberger sitzen.
Gesprächstermin

Wie geht es nun bei Koller weiter? Fällt die Nürnberg-Option wirklich weg, dann wird ein Verbleib als Teamchef wahrscheinlicher. In der kommenden Woche ist ein Gespräch mit dem ÖFB terminisiert. Beim Verband geht man davon aus, dass Koller bis dahin keine Entscheidung über seine berufliche Zukunft getroffen hat. Es soll sich um nur ein konkretes Detail handeln, das es abzuklären gilt. Vorstellbar ist das künftige Einkommen, gekoppelt mit einer Ausstiegsklausel. Veränderungen im Betreuerstab oder der Organisation beim ÖFB sollen dabei kein Thema sein.

Koller flog indes nach Zürich. Nach eigener Aussage aus privaten Gründen, und nicht, um bereits mit dem Schweizer Verband in Verhandlungen zu treten.

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