Sport | Fußball 17.12.2011

Sturm verschenkt ersten Auswärtssieg

In Ried muss der Meister in der 94. Minute den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen.

Sturms Ex-Präsident Hans Rinner macht immer wieder Bekanntschaft mit seinen ehemaligen Arbeitskollegen. Im Mai überreichte der jetzige Bundesliga-Präsident den Grazern den Meisterteller, am Samstag gratulierte der Steirer Ried-Kapitän Thomas Gebauer zum Herbstmeistertitel.

Daneben standen? Richtig, Sturm-Spieler, die im Herbst in der Liga zu Statisten degradiert wurden. Am Samstag übenahmen sie lange die Hauptrolle, führten lange 1:0 und mussten in der 94 Minute den Ausgleich hinnehmen.

Die Rollenverteilung: Ried war für die Spielgestaltung zuständig, Sturm verlegte sich auf das Konterspiel. Auch, weil die Steirer sogar elf Männer vorgeben mussten, nach dem sich Weber krank gemeldet hatte. Die erste große Chance hatte aber ein Ex-Rieder, der für Sturm spielt. Burgstaller köpfelte, Schreiner klärte auf der Linie.

Auch auf der anderen Seite ging es rund: Ein Tor von Carril wurde zurecht aberkannt, weil der Spanier Sturm-Goalie Cavlina niedersprang. Die Innviertler dominierten die Partie – in Führung ging Sturm. Patrick Wolf bezwang Gebauer nach einer Haas-Vorlage (37. Minute). Die Grazer standen sehr tief und waren aus Konter stets gefährlich. Positiv: Die Not-Verteidigung mit Aushilfskraft Pürcher blieb bis dahin fast fehlerlos.

Dafür hätte er kurz nach Wiederbeginn per Kopf fast ein Eigentor bewerkstelligt. Ein Tor von Casanova wurde zurecht wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Rotpuller hatte nach 67 Minuten die große Ausgleichschance, er scheiterte aber an Cavlina.

Alarm

Nach einem Foul von Burgstaller an Rotpuller gab es wieder Elferalarm, dafür vergab im Gegenzug Aushilfskapitän Haas eine gute Chance. Sturm präsentierte sich gut in der Raumaufteilung, ins Spiel nach vorne mischten sich aber immer mehr Fehlpässe. Die Rieder versuchten es mit Flanken (27 waren es – das ist Saisonrekord in der Liga), aber ohne Erfolg. Den hatten sie erst in der Nachspielzeit – bei einem Carril-Freistoß war Cavlina chancenlos. Die Grazer bleiben damit in dieser Saison noch ohne Auswärtssieg.

In Graz soll nun für die nächsten zwei Wochen Ruhe einkehren. Bei Hertha wurde er zuletzt ins Spiel gebracht, dort soll aber auch Michael Skibbe als Nachfolger für Markus Babbel im Gespräch sein. Foda möchte vorerst seine Ruhe haben. "Jetzt wird erst einmal Weihnachten gefeiert."

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( Kurier ) Erstellt am 17.12.2011