Sport | Fußball
05.12.2011

Sturm-Leistungskurve zeigt nach oben

Der Meister atmet nach der gelungenen Generalprobe für das Champions-League-Playoff erstmals durch.

Die Leistungskurve bei Meister Sturm Graz zeigt zum richtigen Zeitpunkt nach oben. Bei der Generalprobe für den Kampf um die Champions-League-Gruppenphase bezwangen die Steirer am Samstagabend im Bundesliga-Schlager Rapid 1:0. "Wir haben viel besser gespielt als in den Partien davor, waren kompakter und haben phasenweise gut kombiniert. Ich bin überzeugt, das wird noch viel besser", freute sich Trainer Franco Foda nach dem ersten Sieg in der vierten Liga-Runde.

Foda ist auch überzeugt, dass der Erfolg wichtiges Selbstvertrauen für das Qualifikations-Match am Dienstag in Minsk gegen BATE Borisow bringen wird. "Es hat sich aber nichts geändert, die Chancen stehen weiter 50:50. Mit zwei guten Spielen haben wir die Chance, in die Gruppenphase einzuziehen, was in Österreich schon lange niemand mehr geschafft hat", so Foda. Der bis dato letzte ÖFB-Vertreter in der "Millionenliga" war 2005/06 Rapid.

Fodas Co-Trainer Thomas Kristl war am Freitag in Minsk und hat die zweite Saisonniederlage von BATE Borisow (0:1 gegen FC Minsk) gesehen. "Borisow ist laufstark und sehr beweglich. Verloren haben sie nur deshalb, weil sie alles nach vorne geworfen haben und in der letzten Minute in einen Konter gelaufen sind", berichtete Kristl über den kommenden Gegner, der 2008/09 in der Gruppenphase der Champions League spielte.

Goldtorschütze Haris Bukva wurde in der 84. Minute eingewechselt und traf dann in der Nachspielzeit mit einem haltbaren Weitschuss. "Foda hat gesagt: Wenn ich eine Eins-zu-eins-Situation habe, soll ich den Gegner überspielen und schießen. Genau das habe ich gemacht", sagte Bukva nach seinem eindrucksvollen Comeback nach einmonatiger Verletzungspause.

Payer selbstkritisch

Da sich Rapid nicht für den Europacup qualifizierte, hat Schlussmann Helge Payer bis zum Derby am Sonntag gegen die Austria Zeit, über den bitteren Gegentreffer nachzudenken.

"Diese Niederlage haben sich alle defensiven Spieler inklusive mir selbst zuzuschreiben. Bukva ist von fünf Leuten nicht attackiert worden, und ich habe solche Bälle schon gehalten", zeigte sich Payer nach dem ersten Gegentor und der ersten Niederlage in der noch jungen Bundesliga-Saison selbstkritisch. Auch Trainer Peter Schöttel ärgerte sich: "Beim Tor sind eine Reihe von Fehlern passiert, bis dahin war die Verteidigung aber tadellos. Eine unnötige Niederlage."

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